Aachen: Baustellen sind an allen Ecken

Aachen: Baustellen sind an allen Ecken

Die Chefin macht sich keine Illusionen, wie die gegenwärtige Situation auf den Straßen von Otto Normalverbraucher bewertet wird: „Haben die sie noch alle?” Die Vielzahl von Baustellen ist einfach zu augenfällig.

So gab Beigeordnete Gisela Nacken am Mittwoch unumwunden zu, dass es sich „im Moment knubbelt”. Das hänge unter anderem damit zusammen, dass es mehrere große Maßnahmen wie Trierer Straße und Boxgraben gebe, die weiträumig ausstrahlen. Hinzu gesellten sich die üblichen Unterhaltungsmaßnahmen wie Deckenerneuerungen, die ab den Herbstferien begonnen haben und bis Jahresende vollendet sein sollen, um die dafür eingestellten und zugewiesenen Gelder bestimmungsgemäß auszugeben.

So hatte die Planungs- und Umweltdezernentin zu einer Pressekonferenz geladen, um darzulegen, das sie - die Stadt und die Stawag - durchaus noch alle haben. Und alles Mögliche unternähmen, um die Behinderungen so gering wie möglich zu halten.

Zwar passierten schon mal Fehler, gab Nacken zu: „Wo gehobelt wird, fallen Späne.” So sei über eine Baumaßnahme vor 14 Tagen zu spät informiert werden. Doch sei das eher die Ausnahme als die Regel. Über direkte Anschreiben der Betroffenen, Veröffentlichungen in den Medien und Informationen auf der Internetseite der Stadt versuche man, die nun einmal nicht vermeidbaren Belästigungen so gering wie möglich zu halten. Abteilungsleiterin Regina Poth konnte auch Erfolge vermelden: Am Boxgraben ist man schneller vorangekommen als geplant und kann die wichtige Verkehrsader schon Ende dieses Jahres wieder in beiden Richtungen freigeben.

Allerdings muss dann im März, dem ursprünglich geplanten Bauende, noch einmal Einbahnverkehr eingerichtet werden, um den Flüsterasphalt aufzubringen. Schneller vorangekommen als gedacht sei man auch auf der Trierer Straße, die bereits im Oktober 2010 ihrer Vollendung entgehengehe. Die im März vorgelegte Liste mit einem Investitionsvolumen von rund 19 Millionen Euro werde planmäßig abgearbeitet. Und auf der Ursulinerstraße befinde man sich auf einem guten Weg: Der 4,5 Meter breite Bürgersteig vor den Geschäften werde rechtzeitig vor dem Weihnachtsmarkt fertig.

Die Stadtwerke unterhalten ein Netz von 6000 bis 7000 Kilometern Länge im Stadtgebiet. Um deren Substanz beizubehalten, müsse man halt jedes Jahr viel erneuern. Dennoch will man die Abstimmung zwischen den beiden Hauptverursachern der Straßenbaustellen noch weiter intensivieren, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Außerdem wird mit der Erhaltungsarbeiten ab nächstem Jahr schon in den Sommerferien und nicht erst in den Herbstferien angefangen.

Denn es geht unvermindert weiter, auch daran ließen Stadt und Stawag am Mittwoch keinen Zweifel. Ab Beginn 2010 wird mit größeren Umgestaltungen der Straßen Kronenberg und Viktoriallee begonnen. Im ersten Quartal fällt auch der Startschuss für den Bau der Tivolibrücke und Kanalarbeiten auf der Krefelder Straße. In Annastraße, Borngasse und auf Kalverbenden geht es munter weiter, alle drei Maßnahmen sollten bis März nächsten Jahres fertiggestellt sein. Dran kommen auch Wespienstraße und Beeckstraße, in denen Versorgungsleitungen erneuert werden, das Gleiche gilt auch für Kapellenstraße und Burtscheider Markt, Malmedyer Straße und weitere komplizierte Leitungsverlegungen in Burtscheid (Neustraße/Sebastianstraße/Krugenofen). In allen Fällen sollen Anwohner und Geschäftsleute rechtzeitig informiert werden.

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