Aachen: Baustellen-Koordinator: Emil Erdmann ziert künftig das Banner

Aachen: Baustellen-Koordinator: Emil Erdmann ziert künftig das Banner

Die Erdmännchen, verrät eine kleine Tafel an ihrem Gehege im Aachener Tierpark, unten am Einlauf des Beverbachs in den idyllischen Stausee, graben mit ihren scharfen Krallen Höhlen und tiefe Gänge in die Erde. Die tagesaktiven putzigen Gesellen baggern und buddeln, was das Zeug hält — wie die Stawag und NetAachen gefühlt überall in der Stadt.

Deshalb setzt nun einer von ihnen, Emil Erdmann, folgerichtig zu einer steilen Karriere an: Emil posiert als neues Baustellen-Maskottchen für die Stadtwerke und das Telekommunikations-Unternehmen.

Ihrem neuen Star machen denn auch Stawag-Vorstand Peter Asmuth und NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider die gebührende Aufwartung im Euregiozoo. Als erstes Honorar hält Tierpark-Direktor Wolfram Graf-Rudolf eine volle Schüssel mit Larven parat. Die Speise, die bei den Herrschaften eher auf Ablehnung stößt, versetzt die Erdmännchen-Kolonie allerdings in größtes Entzücken. Denn solch lebendiges Larven-Gewimmel gehört neben Insekten, Spinnen und kleinen Vögeln zu ihren Leib- und Magenspeisen. Auch Feinschmecker Emils braun fell-bebrillte Augen leuchten.

Ausflug in den Zoo

Den Ausflug in den Zoo zum Buddel-Kollegen Emil Erdmann erläutern Peter Asmuth und Andreas Schneider: 8000 Kilometer Rohr- und Kabelleitungen für Gas, Wasser und Telekommunikation sind von der Stawag in der Stadt zu betreuen, 2000 Kilometer Stromleitungen. Die Kanäle sind streckenweise 100 Jahre alt, Ver- und Entsorgungsleitungen müssen deshalb regelmäßig erneuert werden, durchschnittlich 20 Kilometer fallen jährlich an. „Wann ist Schluss mit unseren Baumaßnahmen?“ fragt der Stawag-Chef und liefert gleich die Antwort mit: „Nie!“ Auch NetAachen will ihr Glasfasernetz, eines der modernsten in Europa, auch in der Aachener Innenstadt weiter verdichten.

Stawag und NetAachen bauen vieles gemeinsam und stimmen schon seit langem Baumaßnahmen aufeinander ab. Dennoch sorgen Behinderungen und Beeinträchtigungen für Geschäftsleute und Anwohner, die Gruben und Schächte vor Tür regelmäßig für Ärger, Beschwerden und Geschimpfe.

Um Baumaßnahmen, Grund und Dauer und Verkehrsumleitungen zu erläutern und Beeinträchtigungen zu mindern, bieten Stawag und NetAachen deshalb einen neuen Service an: Im Auftrag beider Unternehmen ist David Lulley der zentrale Ansprechpartner für alle Betroffenen. „Anwohner und Geschäftsleute sollen in mir jemanden haben, der erreichbar ist und bei Problemen schnell und unbürokratisch reagieren kann“, erläutert Lulley seine Aufgabe. Ein offenes Ohr wolle er haben, telefonisch oder per E-Mail erreichbar sein, so dass Betroffene „mit ihren Sorgen und Wünschen ohne Umwege an die richtige Adresse gelangen“.

Graf-Rudolf ist „happy“

Das pfiffige Kerlchen Emil Erdmann bestätigt köpfchennickend dem Baustellen-Kommunikator Lulley im neuen Job unter die Arme greifen zu wollen. Das fotogene Maskottchen wird Baustellenbanner und Info-Material zum Thema Baumaßnahmen zieren. Die Vergütung: Stawag und NetAachen übernehmen die Patenschaft für zwei Erdmännchen im Euregiozoo. Chef Graf-Rudolf: „Supertolle Idee. Ich bin ganz happy. Emil freut sich auch.“

Zwar gehören die lustigen Erdmännchen zur Unterordnung der Landraubtiere und zur Familie der Schleichkatzen, doch Stawag und NetAachen wollen weder rauben noch schleichen, sondern alle Baumaßnahmen möglichst flott und immer durch- und überschaubar bewältigen. Deshalb bieten beide Unternehmen weitere Informationen im Internet: stawagbaut.de und glasfasernetz-aachen.de.