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Baustelle für Pipeline Zeelink in Aachen wirkt sich aufs Gewässer aus

Gasleitung Zeelink : Trübes Wasser von Pipeline-Baustelle im Beverbach

Joggern und Spaziergängern dürfte der Beverbach im Süden Aachens in letzter Zeit besonders ins Auge gefallen sein. Und zwar nicht nur, weil nach den regenreichen Tagen wieder mehr Wasser floss, sondern auch, weil ebendieses eine ungesund anmutende Färbung hatte.

Als „milchig trüb“ haben besorgte Leser das Gewässer gegenüber unserer Zeitung beschrieben. Dass der Bach tatsächlich jüngst eine ungewöhnliche Trübung aufwies, bestätigte das städtische Presseamt am Mittwoch auf Anfrage. Demzufolge sei Wasser von der Zeelink-Baustelle auf Camp Hitfeld abgeleitet worden und in den Beverbach gelangt.

Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde seien bereits vor Ort gewesen. „Das ist komplett ungefährlich“, gab Björn Gürtler vom städtischen Presseamt Entwarnung. Es handele sich lediglich um Sediment, also Ablagerungen von Erde. In den nächsten Tagen sollte der Beverbach wieder klar sein.

Das liegt auch daran, dass die Verantwortlichen von Open Grid Europe (OGE), dem Fernleitungsnetzbetreiber, der die Gaspipeline Zeelink baut, entsprechende Vorkehrungen getroffen haben. So werde ab sofort kein Wasser mehr von der Baugrube über die anliegenden Grünflächen abgelassen, teilte Oberbauleiter Lothar Pfeiffer mit. Stattdessen werde man das Wasser mit einem Saugwagen absaugen und an anderer Stelle fachgerecht entsorgen – all dies in Absprache mit den zuständigen Behörden.

Während im Frühjahr solche starken Eintrübungen im Beverbach durchaus auch Schäden verursachen könnten, etwa indem Fischlaich davon betroffen ist, sei die Situation aktuell vielmehr ein „Schönheitsfehler“, so Pfeiffer, vor allem bedingt durch die zuletzt schlechte Witterung. „Aber auch das soll natürlich nicht passieren.“

Mit dem Projekt Zeelink wird bis Frühjahr 2021 eine 216 Kilometer lange Gaspipeline von Aachen bis in die Nahe von Ahaus gebaut. Die Pipeline dient der Umstellung vom sogenannten L-Gas auf H-Gas für insgesamt rund fünf Millionen Haushalts-, Gewerbe- und Industriekunden.

(akas)