Baustelle auf dem Adalbertsteinweg: Bauarbeiten verzögern sich

Großbaustelle Adalbertsteinweg : Wieder ein Stau im Kalender

Eine „Großbaustelle mit Staufaktor“ hat unsere Zeitung getitelt, als es vor einigen Wochen darum ging, die Leserinnen und Leser über umfangreiche Baumaßnahmen auf dem Adalbertsteinweg zu informieren. Von Großbaustelle ist im Moment noch nicht allzu viel zu sehen, dafür hat es einen erheblichen Stau im Terminkalender gegeben. Der Beginn der eigentlichen Arbeiten wird sich nochmals verzögern...

Ursprünglicher Start der Maßnahmen zwischen Aretzstraße und Kaiserplatz sollte Anfang März mit der Einrichtung der Baustelle sein, das vorgezogene Aprilwetter machte den Planern aber einen ersten Strich durch die Rechnung. Erst als einige trockene Tage im Kalender standen, konnte mit den Markierungsarbeiten begonnen werden. Und dann: Alles streng nach Plan –  sollte man meinen. Doch jetzt stellt sich heraus, dass laut Harald Beckers vom städtischen Presseamt „nachgebessert werden muss“.

Die Baustelle der Stawag – es werden Versorgungsleitungen erneuert –  wird sich in der Mitte der Fahrbahn, quasi auf der jetzigen Busspur befinden. Der Verkehr muss also um die Baustelle herumgeleitet werden. Stadtauswärts ist das kein größeres Problem. Der Verkehr wird (fast) wie bisher Richtung Josefskirche fließen. Stadteinwärts jedoch mussten die Planer tüfteln. Herausgekommen ist eine Teilung der Verkehrströme –  jeweils rechts und links an der Baustelle vorbei.

Bereits in Höhe der Aretzstraße soll bzw. muss sich der Autofahrer entscheiden: Wer am Kaiserplatz nach links in die Wilhelmstraße abbiegen möchte, muss auf die links an der Baustelle vorbeiführende Spur wechseln. Wer am Kaiserplatz rechts abbiegen will, muss sich an der Aretzstraße ganz rechts einordnen. So weit die Theorie. Die Praxsis sieht wenige Tage nach Beginn der Baustelleneinrichtung aber so aus: Keiner weiß so recht, wie es gehen – besser gesagt,  wie er fahren  soll.

Theorie und Praxis: Die Beschilderung soll die Verkehrsteilnehmer durchs Nadelöhr Adalbertsteinweg schleusen. Doch es gibt Nachbesserungsbedarf. Foto: ZVA/Harald Krömer

„Wir haben festgestellt, dass die Hinweisschilder zu unübersichtlich und zu klein sind“, so Harald Beckers gegenüber unserer Zeitung. Die Verkehrsteilnehmer sollten bereits deutlich vor der Schnittstelle an der Kreuzung Aretzstraße/Kongressstraße bemerken, dass sie sich frühzeitig entscheiden müssen. Entscheidend ist aber im Moment: Die Schilder nimmt offensichtlich kaum einer wahr. Was dazu führt, dass mitunter versucht wird, auf abenteuerliche Weise die Spuren noch zu wechseln. Da die eigentliche Buddelei noch gar nicht begonnen hat, ist das im unteren Bereich des Adalbertsteinwegs noch möglich, aber keineswegs gewollt. „Der Verkehr sollte streng getrennt fließen“, so Beckers.

Weiteres bisheriges Manko: Die Fahrbahn auf der rechten Seite des Adalbertsteinwegs zwischen Aretzstraße und Kaiserplatz ist nicht so begrenzt, wie es in der Verkehrsanordnung festgehalten ist. Derzeit misst sie laut Stadt rund drei Meter, vorgesehen waren aber 3,50 Meter. Was sich marginal anhören mag. Wenn aber Kfz und Fahrrad gemeinsam die Spur benutzen, machen diese 50 Zentimeter viel in Sachen Sicherheit aus. Laut Beckers werden jetzt neue Hinweisschilder produziert, die im weiteren Umfeld der Baumaßnahme auf das Nadelöhr Adalbertsteinweg aufmerksam machen sollen. Auch werden die Begrenzungen der Fahrbahnen neu justiert.

Erst wenn der Verkehr so reibungslos wie möglich die Baustelle passiert, werden die Bagger anrücken. Rund acht Monate hat die Regionetz, eine Tochter der Stawag, für die Leitungsarbeiten einkalkuliert. Durch den holprigen Start verschiebt sich das Ende schon einmal einige Zeit nach hinten.

Mehr von Aachener Nachrichten