Barockfabrik soll Haus der kulturellen Vielfalt werden

Aachen : Barockfabrik will mit Vielfalt glänzen

An der Zukunft der Barockfabrik — dem früheren Zentrum für Kinder- und Jugendkultur — scheiden sich weiter die Geister. Während die schwarz-rote Mehrheit glaubt, mit einem „Haus der kulturellen Vielfalt“ einen Weg für die Zukunft gefunden zu haben, sprechen Grüne, Linke, FDP und Piraten von einem Etikettenschwindel und vermissen ein fehlendes Gesamtkonzept.

Für den Grünen-Politiker Hermann Josef Pilgram sind die bislang vorliegenden Zukunftsplanungen der Kulturverwaltung nur „Larifari“. „Das ist kein Konzept, sondern eine reine Raumverteilung“, sagt er. Und so sehen es auch die anderen Oppositionsfraktionen.

Künftig sollen sich in der Barockfabrik, die in städtischem Besitz bleibt, der Ausschuss Aachener Karneval, die Tanzinitiative „Art bewegt“, die Theaterschule Aachen, das Öcher Schängche und die Volkshochschule einquartieren. Aus Sicht von Margrethe Schmeer, Vorsitzende des Kulturbetriebsausschusses (CDU), ist das „ein dem Haus angepasster guter Mietermix“.

Drei Räume können weiterhin auch von Fremdnutzern temporär angemietet werden, dies sind der Rote Saal für kleinere Theatervorstellungen, der Tanzraum im Obergeschoss und der Caféraum, der sich etwa für Lesungen anbietet. Eigens für die Barockfabrik zuständiges Personal wird es nicht mehr geben. Hoffnung setzt man insbesondere auf die Theaterschule, die das Haus künftig „kuratieren“ könne.

(gei)
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