Barockfabrik Aachen lockt mit buntem Kulturstrauß

Neues Programm der Barockfabrik : Eine tolle „Bude“ voller Kunst

Kulturhaus Barockfabrik legt neues Programm vor. Dezernentin Susanne Schwier spricht von „beeindruckendem Spielplan“. Auch für Jugendliche ist viel entwickelt worden.

„Ich freue mich, dass Leben in der Bude ist“, verkündete Susanne Schwier, als das Kulturhaus Barockfabrik am Löhergraben 22 jetzt seinen Veranstaltungskalender für die erste Jahreshälfte 2019 bekanntgab. Schwier, Beigeordnete für Kultur und Bildung der Stadt Aachen, lobte vor allem auch die Künstlerinnen und Künstler, die die Barockfabrik als Ort der künstlerischen Arbeit und Entfaltung gebrauchen.

Auch Faust im Programm

„Es ist super, was die Nutzer alles auf die Beine gestellt haben“, freute sich Schwier. Dabei seien die meisten Nutzer des Hauses erst seit einem knappen Jahr dabei und schon sei ein beeindruckender Spielplan erstellt worden. Neben vielen kleineren Workshops, Lesungen und Kursen stehen auch große Veranstaltungen an. „Wir präsentieren in Zusammenarbeit mit dem Verein Artbewegt das musikalische Theaterstück ‚Ghetto‘ von Joshua Soboal“, erklärte Ingeborg Meyer von der Theaterschule Aachen. „Dieses Stück finde ich hochaktuell“, betonte auch Sibylle Reuß, kulturpolitische Sprecherin der SPD. In dem Schauspiel geht es um Nationalsozialismus, das Ghetto in Vilnius während des Zweiten Weltkrieges und den jüdischen Widerstand gegen die Nazis.

Darüber hinaus wird die Barockfabrik neben vielen weiteren
Stücken auch eine Inszenierung der Tragödie „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe präsentieren und ein experimentelles Stück namens „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“ von Christian Dietrich Grabbe, an dem insgesamt vier Regiestudierende der Theaterschule Aachen arbeiteten.

Für Jugendliche werde es ebenfalls ein breites Angebot geben, betonte Yvonne Eibig, Vorstand des Tanzvereins Artbewegt. Neben Jugendtheater-Produktionen gibt es diverse Workshops und Veranstaltungen zu urbanem und zeitgenössischem Tanz. Es sei nicht nur wichtig, jüngere Gruppen anzusprechen, sondern auch „mit der Kultur auf die Menschen zuzugehen“, sagte Schwier. „Uns ist es wichtig, dass wir in der Stadt gesehen werden.“

Das volle Programm der ersten Hälfte des nächsten Jahres scheint jedenfalls ideal, um eine große Menge interessierter Aachener Bürgerinnen und Bürger anzuziehen. Doch es sind nicht nur die großen Produktionen, durch die die Barockfabrik bestechen möchte. Nun ist auch die neue Fotowand im Foyer des Hauses fertig.

Dort können ab sofort Fotos vor witziger Kulisse mit Figuren der Stadtpuppenbühne Öcher Schängche geschossen werden.

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