Aachen: Bagger schafft Platz für große Bauprojekte

Aachen : Bagger schafft Platz für große Bauprojekte

Der Bagger knabbert schon. Aus der Rückseite des ehemaligen Elysée-Kinos an der Elisabethstraße hat er bereits ein ordentliches Stück herausgebissen. Damit wird Platz geschaffen für drei Bauprojekte der Landmarken AG in ganz zentraler Lage.

Ein Hotel, ein Appartment-Haus und ein Bürogebäude werden in dem Bereich gegenüber dem Theater hochgezogen.

„Wir fressen uns durch von der Elisabethstraße zum Kapuzinergraben“, erklärt Landmarken-Pressesprecher Kolja Linden die Vorgehensweise der nächsten Monate. Vertilgt werden dabei insgesamt sechs Häuser. Auch die Gebäude rechts neben dem Kino-Eingang gegenüber dem Theater müssen weichen. Der denkmalgeschützte Bau links neben dem Elysée, in früheren Zeiten von der Dresdener Bank besiedelt, bleibt erhalten. Noch etwas weiter links wird dann wioeder der Bagger kraftvoll zubeißen.

Aber erst später, zuerst wird das Kino gefressen. Nach den ersten Bissen am Donnerstag wird der Bagger an der Elisabethstraße ein paar Hausnummer hinaufrücken und sich die Nachbargebäude des Klosters vornehmen. Es gibt ordentlich was plattzumachen bis Juni, wenn mit den ersten Rohbauten begonnen werden soll.

„Sensibler Ort“

An der Stelle des Elysée mit seiner markanten Fassade aus der Nachkriegszeit wächst dann ein Hotelbau für die Kette Motel One empor. Sieben Stockwerke sollen es werden. Mit bis zu 270 Zimmern wäre es dann das größte Hotel der Stadt.Weil die Lage gegenüber dem Theater für die Landmarken AG ein „städtebaulich sensibler Ort“ ist, hat sie eigens für die Fassadengestaltung einen Architektenwettbewerb ausgelobt.

In dem Gebäude, das an der Elisabethstraße hochgezogen wird, sollen die Bewohner hingegen länger bleiben als nur ein paar Nächte. HIer entsteht ein Appartment-Haus mit 85 Wohungen für Studenten. Auch dieses Haus soll sieben Etagen haben.

Etwas später geht es dann links neben dem alten Bankgebäude am Kapuzinergraben los. Anfang nächsten Jahres soll mit dem Rohbau für ein Bürohaus begonnen werden. Geplant ist eine schicke Bleibe für junge Firmen aus dem Bereich der digitalen Wirtschaft. „Der Neubau wird mit dem benachbarten ehemaligen Bankgebäude verbunden“, erklärt Linden und räumt bei der Gelegenheit mit einem Gerücht auf, das ihm zu Ohren gekommen war: „Der denkmalgeschützte Bau bleibt als Ganzes erhalten, nicht nur die Fassade.“ Eine reizvolle Verbindung von Alt und Neu haben die Planer bei dem Ensemble im Sinn.

Bis das alles steht, wird es aber ein Weilchen dauern. „Zwischen Herbst 2018 und Frühjahr 2019 müsste das fertig werden“, sagt Kolja Linden, „so ist das geplant“

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