Aachen: Autowrack auf drei Rädern und einer Felge unterwegs

Aachen : Autowrack auf drei Rädern und einer Felge unterwegs

Da staunten die Beamten der Bundespolizei nicht schlecht, als sie am frühen Dienstagmorgen um 2 Uhr auf den Parkplatz vor ihrer Dienststelle am Grenzübergang Aachen-Lichtenbusch blickten. Denn dort stand ein vollkommen demoliertes Auto.

Das rechte Vorderrad war vermutlich infolge eines Unfalls zerstört. Der Wagen wies zudem mehrere erhebliche Beschädigungen auf, auch die Airbags haben bei dem Unfall ausgelöst.

Das rechte Vorderrad fehlte an dem Autowrack, das auf der Felge auf den Parkplatz gerollt kam. Foto: Bundespolizei

Ein Zeuge hatte die Beamten auf das Fahrzeug aufmerksam gemacht. Denn er hatte nicht nur beobachtet, wie das Autowrack auf drei Rädern und einer Felge das Zollgebäude auf belgischer Seite der Autobahn 44 anfuhr, er war sogar von dem Fahrer angesprochen worden, ob er ihm bei einem Radwechsel behilflich sein könne.

Angesichts des demolierten Fahrzeugs, aber auch wegen des Zustands des Fahrers, der offensichtlich unter Drogen- und/oder Alkoholeinfluss stand, sah der Zeuge von der Hilfeleistung ab und informierte die Bundespolizei. Der Fahrer versuchte, auf belgischer Seite noch Unterstützung von zwei Fahrern von Transportern zu bekommen. Dann stellte er den Wagen schließlich auf dem Parkplatz vor der Dienststelle der Bundespolizei ab und entfernte sich unerkannt in Richtung Belgien.

In Aachen zugelassen

Die Beamten überprüften das deutsche Kennzeichen und stellten fest, dass der in Aachen zugelassene Wagen, ein blauer Peugeot, seit dem 10. November des vergangenen Jahres vom Halter zur Sicherstellung ausgeschrieben war, weil ein Bekannter ihn unbefugt „ausgeliehen“ hatte.

Der Zeuge beschrieb den Fahrer als circa 30-jährigen, rund 1,75 Meter großen schlanken Mann mit schwarzen Haaren. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung blieb allerdings ergebnislos. Auch eine Rücksprache mit der belgischen Polizei ergab keine Hinweise auf ein Verkehrsdelikt mit einem unbekannten Täter. Der Wagen wurde zur Eigentums- und Beweissicherung sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen hat das Polizeipräsidium Aachen übernommen.

Nun sucht die Polizei Zeugen. Wer also Hinweise zu dem möglichen Unfallhergang oder zu dem unbekannten Täter geben kann, wird gebeten, diese über die kostenlose Hotline Telefon 08006888000 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle anzugeben.

(hr)
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