Autoren lesen bei der "Criminale" an verschiedenen Orten

„Criminale“ kommt ins Dreiländereck: Hochspannung auch ohne Blutvergießen

Im Frühjahr wird es blutrünstig zugehen in Aachen – jedoch ohne eine einzige Gewalttat. Anfang April findet das erste Mal in Aachen die 34. „Criminale“ statt – ein renommiertes Krimifestival. So ziemlich jeder, der sich mit Kriminalliteratur beschäftigt, wird im Programm des großen Krimitreffs etwas für sich finden.

„Mit einer Mordslust haben wir die ‚Criminale‘ nach Aachen geholt“, freut sich Susanne Schwier, Dezernentin für Bildung und Kultur der Stadt Aachen, über das Happening.

Jedes Jahr findet das Festival in einer anderen Stadt des deutschsprachigen Raums statt. Veranstalter ist das Syndikat – eine Vereinigung von über 800 deutschsprachigen Kriminalautoren, von denen bis zu 400 im April in Aachen erwartet werden. Wie schon seit einigen Jahre erscheint auch dieses Jahr eine Anthologie mit 21 Kurzgeschichten, die sich allesamt um die Aachener Region drehen.

Erste Lesungen aus „Mord im Drei-Länder-Eck“ wird es ab Sonntag, 7. April, geben. Die Autorinnen und Autoren werden ihre Kurzgeschichten über die Tage der „Criminale“ verteilt an ganz unterschiedlichen Orten vorstellen. So werden Veranstaltungen in den Carolus Thermen, dem Ludwig Forum und einem Tierheim geben. Viele der rund 30 Orte sind dabei auch Handlungs- beziehungsweise Tatorte der Kurzgeschichten.

„Wir wollen auch einen Aufschwung zu mehr Lesen erreichen“, erläuterte Olaf Müller, Leiter des Aachener Kulturbetriebs, glücklich. Immer weniger Menschen würden lesen. Da kämen solch großartige Events gerade recht, um Leute zum Lesen zu animieren. Dabei wird auch auf die jüngeren Krimi-Interessierten geachtet werden. „Viele Veranstaltungen sind gerade auch an Kinder und Jugendliche gerichtet“, sagte Müller. Doch nicht nur für die junge Generation wird gesorgt sein, sondern auch für junge Autorinnen und Autoren – ein wichtiger Unterschied, wie die stellvertretende Vorsitzende des Syndikats Brigitte Glaser deutlich machte. „Junge Autoren können über 70 sein“, erklärte sie lächelnd. Viele Fortbildungen und Vorträge der diesjährigen „Criminale“ richteten sich gerade auch an diese Gruppe, betonte Glaser.

Doch damit nicht genug: Neben diversen Lesungen, Workshops, Signierstunden und sogar Fußballturnieren wird es auch eine vom Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf moderierte Benefizgala im Aachener Krönungssaal geben. Ihren Abschluss findet die „Criminale“ dann am Samstag, den 13. April, im Depot in der Talstraße 2. Dort wird die Verleihung der renommierten Friedrich-Glauser-Preise und des Hansjörg-Martin-Preises für den besten Kinder- oder Jugendkrimi stattfinden – ein absoluter Höhepunkt im Jahr der deutschen Kriminalliteratur.

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