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Autobahn-Anschluss Broichweiden ist jetzt offen

Autobahn-Anschluss Broichweiden ist jetzt offen

Kreis Aachen. Wir setzen einfach mal voraus, dass der junge Mann zuvor in den Rückspiegel geblickt hatte. Jedenfalls trat er ziemlich kräftig in die Eisen seines nicht mehr ganz jungen Pkw.

Dann schaute über über die rechte Schulter, um sich zu vergewissern, dass er da wirklich eine Autobahnauffahrt gesehen hatte. Schließlich setzte er ein paar Meter zurück, blinkte rechts und bog schwungvoll ab auf die A44 in Richtung Aachen ab.

So sah sie also aus, die Jungfernfahrt auf der neuen Anschlussstelle Broichweiden, am Freitag Vormittag, kurz vor halb elf.

Lange hat es gedauert mit der Fertigstellung der Anschlussstelle, jedenfalls deutlich länger als geplant. Im März vergangenen Jahres war der erste Spatenstich gesetzt worden, im Herbst wollte man eigentlich fertig sein.

Technische Probleme kamen dazwischen und, natürlich, das Wetter. Nun aber, so versichert Gregor Uhoda, Sprecher der Aachener Dependance des Landestriebs Straßenbau, werde alles sehr schnell gehen: Bis Mitte Mai soll die im Bau befindliche Umgehungsstraße Broichweiden/Euchen fertig sein.

Dann wird man in einem Zug von Würselen-Birk bis an die neue Autobahn-Anschlussstelle gelangen. Gerade für Berufspendler aus dem Herzogenrather Raum bringt das Vorteile, zudem wird Broichweiden, so jedenfalls der Plan, endlich entlastet.

Knapp drei Millionen Euro verschlingt der Anschluss, inklusive der Mittel für den Grunderwerb. Die Kosten übernimmt komplett der Bund. Für die Umgehungen Broichweiden und Euchen werden nochmals 1,5 respektive 5,25 Millionen Euro fällig, hier trägt das Land die Hauptlast.

Viel Geld, natürlich, aber dafür gibts ja nun auch viel Straße. Dem jungen Autofahrer am Morgen zumindest schien die neue Auffahrt zu gefallen.

Bliebe nur die Frage, ob er auch wirklich nach Aachen wollte, schließlich war er ja eigentlich in Richtung Eschweiler unterwegs... Wir setzen es einfach mal voraus.