Aachen: Austellung über die Alemannia in der Nazi-Zeit: Zwei Lebenswege

Aachen : Austellung über die Alemannia in der Nazi-Zeit: Zwei Lebenswege

Max Salomon und Reinhold Münzenberg waren Teamkollegen bei Alemannia Aachen — bis zum 26. März 1933. Dann trennten sich die Lebensläufe der beiden Alemannen. Anschaulich wird das bei der Ausstellung „Alemannia 1933-1945 — Fußball zwischen Sport und Politik“, die am Freitag um 18 Uhr im Internationalen Zeitungsmuseum (IZM), Pontstraße, eröffnet wird.

Auf der einen Seite des gelben Tisches wird die Karriere Münzenbergs zum Nationalspieler dargestellt, auf der anderen Seite die Flucht des Juden Salomon durch Europa.

„Vor drei Jahren in der Phase der ersten Alemannia-Insolvenz und der sichtbaren Rechtstendenzen unter den Anhängern hatten wir die Idee zu dieser Ausstellung“, erinnert sich André Bräkling, der damals Sprecher der Fan-IG der Alemannia war. „Ursprünglich hatten wir nur an ein paar Aufsteller im Tivoli gedacht“, so Bräkling, aber die Rückmeldungen seien überwältigend gewesen. Unter anderem vom IZM-Hausherrn Andreas Düspohl und dem Leiter des Stadtarchivs, René Rohrkamp.

Der war ohnehin dabei, gemeinsam mit Ingo Deloie ein Buch zu diesem Thema zu schreiben. „Als dann die Fan-IG mit ihrer Idee kam, haben wir sofort mitgemacht, um unsere Recherche einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu machen“, sagt Rohrkamp. Zu sehen ist das Ergebnis bis zum 4. März im IZM.