Ausstellung mit Begleitprogramm in Aachen

100 Jahre Frauenwahlrecht : Ein wichtiger Schritt für die Demokratie

Mit einer Ausstellung und einem spannenden Begleitprogramm feiern die Volkshochschule Aachen und das Gleichstellungsbüro der Stadt Aachen 100 Jahre Frauenwahlrecht.

Dass es gelungen ist, auch Prof. Rita Süssmuth als erste Frauenministerin und ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestags nach Aachen zu holen, freut Dr. Beate Blüggel als Leiterin der Volkshochschule ganz besonders. Sie hofft, dass Süssmuth ihre Gäste am Dienstag, 20. November, beim Kamingespräch mit Alexander Lohe, persönlicher Referent des Oberbürgermeisters, auch ein wenig hinter die Kulissen schauen lässt. Der Abend beginnt um 19 Uhr im Forum der Volkshochschule (VHS), Peterstraße.

Eine Plakatausstellung stimmt auf das Thema „Frauenwahlrecht“ ein. Wie die unterschiedlichen Parteien im Laufe der Jahre um die Stimmen der Frauen geworben haben, ist allemal einen Blick wert. Eröffnet wird die Ausstellung durch Bürgermeisterin Dr. Margrethe Schmeer am Dienstag, 30. Oktober, um 19 Uhr im Forum der VHS. Die Plakate zeigen sehr deutlich, wie sich das Frauenbild im Laufe der Jahre gewandelt hat. Die Historikerin Dr. Anika Schleinzer, RWTH Aachen, geht im Anschluss an die Eröffnung der Frage nach, wie Frauen in den Wahlkämpfen der Jahre 1918 bis 1933 angesprochen wurden.

Yvonne Hugot-Zgodda macht sich am Sonntag, 4. November, auf den Weg an die Orte, an denen Frauen aktiv waren. „Auf unserem Rundgang werden wir uns auf die Suche nach den Pionierinnen und Wegbereiterinnen für heutige Selbstverständlichkeiten begeben“, beschreibt Hugot-Zgodda ihre spezielle Führung zum Frauenwahlrecht in Aachen. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Aachener Rathaus.

Neben dem Kamingespräch mit Rita Süssmuth steht eine weitere Politikerin im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe. Unter dem Titel „Damenwahl“ tritt am Dienstag, 27. November, um 19 Uhr im Forum der VHS die Aachener Politikerin Daniela Jansen aufs Podium und wird im Gespräch mit Bernd Büttgens, Pressesprecher der Stadt Aachen, von ihrer politischen Arbeit erzählen. Zu diesem Zeitpunkt steht dann auch fest, ob ihre Kandidatur zur Städteregionsrätin erfolgreich war oder nicht. Daniela Jansen war zwischen 2012 und 2017 SPD-Landtagsabgeordnete und ist Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen NRW.

Am Montag, 5. November, lädt der Film „Die göttliche Ordnung“ um 20.15 Uhr im Apollo in der Pontstraße ein, zu verfolgen, wie die junge Hausfrau Nora eben diese vermeintliche göttliche Ordnung ins Wanken bringt. Der Film spielt in der Schweiz, und hier wurde das Frauenstimmrecht erst 1971 eingeführt.

Gleichsam als Finissage der Ausstellung „...um die Stimmen der Frauen“ laden Mona Creutzer, Anush Manukian, Annette Schmidt, Anna Scholten und ein Quotenmann in Kooperation mit dem Theater K „zu einem Quartett geballter Weiblichkeit ein“. Im Mittelpunkt steht dabei Hedwig Dohm, die schon 1873 das Stimmrecht für Frauen forderte. Ihre Forderungen waren nach Meinung des Theater K so radikal, dass sie zum Teil bis heute nicht verwirklicht seien. Der Abend beginnt am Freitag, 30. November, um 19 Uhr im Forum der VHS. Der Eintritt kostet zehn Euro.