Aachen: Ausstellung: Ein ABC der deutschen Identität

Aachen: Ausstellung: Ein ABC der deutschen Identität

„Deutschland für Anfänger“ heißt die Ausstellung der Bundeszentrale für Politische Bildung, die am Montag in Aachen eröffnet wurde.

Ein ABC der deutschen Identität, humorvoll und augenzwinkernd erzählt, aber „in den Fakten durch und durch seriös“, so Achim Kockerols vom Kommunalen Integrationszentrum. Der anregende Spaziergang führt anhand zentraler Schlagworte einmal quer durch die deutsche Befindlichkeit. Geschichte, vor allem aber Alltagskultur steht dabei im Mittelpunkt.

Egal ob der Gartenzwerg, die Vereinskultur oder die großen Deutschen Denker — alles ist hier abgebildet, aufgeführt und fein in Schubladen sortiert, die der Besucher aufziehen darf. Eine spannende Reflexion zu den eigenen „Schubladen“, die man selber so im Kopf mit sich herumträgt. Doch die Besucher dürfen nicht nur reingucken, sondern auch reinhören — von deutschen Dialekten über wechselseitige Einschätzungen von Deutschen und Migranten bis hin zu den Fußball-Songs der deutschen Nationalmannschaften gibt es diverse Audio-Installationen.

„Es ist eine Ausstellung, in der man schnell miteinander ins Gespräch kommt“, so die Integrationsbeauftragte Heidemarie Ernst. Denn viele Ausstellungsstücke erinnern an die eigene Lebensgeschichte — und laden auch immer wieder zum Nachdenken ein, was daran jetzt eigentlich so spezifisch „deutsch“ ist. „Sich zu überlegen, „Wo kommen wir — als Deutsche — her, wo wollen wir hin, wie sehen wir uns selber und wie sehen uns auch andere?“ ist eines der Ziele der Ausstellung“, so Jutta Spoden von der Bundeszentrale für Politische Bildung.

Damit „Deutschland für Anfänger“ die „Anfänger“ auch erreicht, hat die Stadt Aachen die Nadelfabrik im Ostviertel als Standort ausgewählt. „Die Nadelfabrik trägt ja immer noch den Untertitel „Haus der Identität und Integration“, und daher war es ganz klar, dass die Ausstellung, wenn sie in Aachen Station macht, hier bei uns gezeigt wird“, so Projektleiter Walter Köth.

Aber nicht nur für Einbürgerungswillige und Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch für „fortgeschrittene“ Deutsche ist die Ausstellung sehenswert. Oder hätten Sie gewusst, dass der geographische Mittelpunkt Deutschlands im thüringischen Niederdorla liegt?

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