Aachen: Aus- und Umbau des Eurogress ist abgeschlossen

Aachen: Aus- und Umbau des Eurogress ist abgeschlossen

Das gezackte Dach ist das einzige, was jetzt noch an die 1970er-Jahre erinnert. Nach mehreren Umbauphasen sind die Renovierungsarbeiten am Aachener Eurogress nun abgeschlossen. Seit dem Jahr 2005 wurden die Räumlichkeiten sukzessive erneuert und somit den gestiegenen Anforderungen der Veranstalter und Besucher angepasst.

Aufgrund der hohen Auslastung des Kongress- und Veranstaltungszentrums mussten sämtliche Arbeiten während des laufenden Betriebs durchgeführt werden. „Es war eine große Herausforderung, aber wir hatten keinerlei Kundenbeschwerden und sind sogar termingerecht fertig geworden“, berichtet Klaus-Dieter Jacoby, Betriebsausschuss-Vorsitzender des Eurogress. Er unterstreicht auch die Wichtigkeit, Tagungsstätten im ständigen Konkurrenzkampf wettbewerbsfähig zu halten: „Gerade in diesem Bereich ist es entscheidend, in eine zeitgemäße und ansprechende Ausstattung zu investieren.“

„Jetzt sind wir rundum glücklich“, sagt der Vorsitzende des Betriebsausschusses Klaus-Dieter Jacoby (Mitte). Beigeordneter Manfred Sicking und Geschäftsführerin Kristina Wulf widersprechen nicht. Foto: Rolf Hohl

Die Investitionen von rund 25 Millionen Euro in den Um- und Ausbau, sollen sich letztlich nicht nur für die Betreiber lohnen. Insgesamt werden durch Kongresse und Tagungen in Aachen mehr als 61 Millionen Euro Umwegrentabilität pro Jahr erzielt, woran das Eurogress einen Anteil von ungefähr 12,5 Millionen Euro hat.

Vor allem die Raumausstattungen und in die Gestaltung der Innenarchitektur wurden aufgewertet, etwa durch moderne und Strom sparende LED-Beleuchtungen. Zudem wurden das Raumklima und die Akustik in den Veranstaltungsräumen verbessert und neue Medienanschlüsse installiert.

Die Geschäftsführerin des Eurogress, Kristina Wulf, merkt außerdem eine weitere Neuerung an: „Was die Besucher zwar nicht sehen, sehr wohl aber merken: Wir haben auch die Küche renoviert.“

Seit der Eröffnung des Kongresszentrums an der Monheimsallee im Jahr 1977 wurden immer wieder kleinere Erneuerungen vorgenommen, bis man schließlich 2005 um eine Komplettsanierung nicht mehr herum kam. Als notwenig und lohnend bezeichnet Manfred Sicking die Investitionen. Er ist Beigeordneter für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen der Stadt Aachen und unterstreicht die Bedeutung von attraktiven Tagungsstätten für die Wissenschaft: „Kongresse und der gemeinsame Austausch von Erkenntnissen werden in der modernen Forschung immer wichtiger und helfen dabei, Aachen als Wissenschaftsstadt zu etablieren.“

Neben den zahlreichen Tagungen finden im Eurogress auch für die breite Öffentlichkeit zugängliche Veranstaltungen wie Konzerte oder Musicals statt, welche rund die Hälfte der Anlässe ausmachen. Die Erneuerung der gesamten Räumlichkeiten inklusive des umgebauten Eingangsbereichs dürfte also künftig noch so manchem Besucher ins Auge stechen. Auch Jacoby stellt mit Blick auf die abgeschlossenen Arbeiten fest: „Jetzt sind wir rundum glücklich.“

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