Aachen: Aufforstung am Uniklinikum

Aachen: Aufforstung am Uniklinikum

Versprechen gehalten: „Wir haben es hinbekommen“, verkündet Peter Asché zufrieden. Der Kaufmännische Direktor des Aachener Universitätsklinikums hat vor dem Haus nicht nur mehr Parkplätze, sondern nun auch mehr Bäume.

Vor rund anderthalb Jahren war mächtig abgeholzt worden in dem Bereich zwischen Pauwelsstraße und Kullenhofstraße. Wegen der „enormen Parkplatzprobleme“ (Asché) wurden die Stellflächen vor dem Klinikum neu sortiert. „Dafür mussten wir viele Bäume opfern“ so der Kaufmännische Direktor, „was uns sehr schwergefallen ist.“

Seinerzeit betonten die Verantwortlichen des Klinikums ebenso wie Vertreter der Stadtverwaltung, dass wieder aufgeforstet werden soll. Die damalige Zusage sieht Aachens Umweltdezernentin Gisela Nacken nicht nur als erfüllt an. „Wir haben sogar mehr ausgeglichen, als wir mussten.“

Nötig gewesen wäre ein Ersatz eigentlich nur für 43 geschützte Bäume. Rund 150 waren es insgesamt, die dem Parkplatzumbau weichen mussten. „Das hat zu heftigen Diskussionen geführt“, erinnert sich die Beigeordnete. Inzwischen wurden 155 neue Bäume angepflanzt. Für frisches Grün sorgen jetzt Eschen, Eichen, Amberbäume, Buchen und Heinbuchen, aber auch Vogelbeere und Haselnussstträucher sind dabei.

Rein rechnerisch ist beim Pflanzenwuchs also wieder alles beim Alten. Die Bilanz bei den Parkplätzen fällt noch besser aus. Mittlerweile hätten Besucher des Klinikums fast immer die Chance, ein freies Plätzchen zu finden. Das mit der Stadt und der Aachener Parkhaus GmbH (Apag) entwickelte Konzept beendete die Zeit der kostenlosen Stellplätze. Die hatten zuvor mitunter auch Anwohner angelockt, selbst abgemeldete Fahrzeuge hätten den stark umkämpften Parkraum blockiert, weiß Peter Asché.

Parkraumbewirtschaftung

Seitdem die Apag den Parkraum bewirtschaftet, sind die Dauerparker verschwunden. Die Besucher des Klinikums seien in der Regel mit zwei Euro Parkgebühren dabei, weiß Apag-Geschäftsführer Herbert Sliwinski. Auch die Mitarbeiter werden zur Kasse gebeten. Sie zahlen 15 Cent pro Stunde und maximal einem Euro pro Tag, was nach Aschés Berechnungen übers Jahr gerechnet zu Belastungen von rund 15 Euro monatlich führt. Er geht ebenso wie Sliwinski davon aus, dass manche wegen der Parkraumbewirtschaftung auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen sind.

Und nicht zuletzt gebe es auch mehr Parkplätze, sagt der Apag-Chef mit Blick auf den ehemaligen Hubschrauberlandeplatz. Dort konnten Stellflächen eingerichtet werden, weil die Helikopter nun auf der neuen Plattform über dem Haupteingang („Helfende Hand“)landen. Hinzukommen sollen noch Stellplätze für Motorräder und Fahrräder.

Der ganze Aufwand scheint sich im Endeffekt gelohnt zu haben: „Wir haben viele positive Rückmeldungen bekommen“, sagt Asché.