Aachen: Auffallend: Hilton präsentiert neues Hotel an Krefelder Straße

Aachen: Auffallend: Hilton präsentiert neues Hotel an Krefelder Straße

„Das ist bei weitem noch nicht der Endstand“, beantwortete der künstlerische Verantwortliche im Aachener Büro Cross Architecture, Cornelius Wens, die spontane Anfrage der „Nachrichten“, ob der sehr kräftige Aubergine-Ton auf der Fassade des neuen Hotels „Hampton by Hilton“ an der Ecke Merowingerstraße so fortbestehen werde.

Der mächtige Hotelbau der Hilton-Kette soll im „jungen Segment“ der Firmengruppe fischen. Bekanntlich macht der Hilton-Konzern eigentlich im gediegenen Bereich Kasse.

So ist denn noch nicht aller Tage Abend mit der Fassadengestaltung an jenem Bauwerk, das auf dem Gelände des Alten Tivoli den krönenden Abschluss für eine inzwischen beinahe abgeschlossene Bautätigkeit zwischen den Eckfahnen des einst legendären und vor Jahren abgerissenen Tivoli-Stadions an der Krefelder Straße bildet.

40 Zentimeter im rechten Winkel

„Sie müssen wissen, dass wir noch Lamellen anbringen werden, die zwei Funktionen haben“, erklärte Cross-Architekt Wens das, was noch zu erwarten ist. Denn eine der beiden Fronten des Hotelkubus mit seinen geplanten 164 Zimmern liegt zur Krefelder Straße, viel befahren und möglicherweise vom Autoverkehr bestens einsehbar. Deswegen habe man mit Lamellen geplant. erklärte Wens, die bis zu 40 Zentimeter in einem rechten Winkel in den freien Raum hinaus reichen werden.

Senkrecht werden die auch farblich in Abstufungen von dunklem Aubergine bis zum hellen Pink gehaltenen Metalllamellen in Abstufungen von einigen Metern den Farbton ändern, insgesamt zwölf bis dreizehn Meter bis oben zum First des Hotels werden die Metallleisten laufen. „Das wird gerade bei den Vorbeifahrenden einen optisch sehr dynamischen Effekt verursachen“, erklärte Wens das Konzept — das große Haus wird also am Ende bei weitem schillernder anmuten als jetzt mit seinem „einfachen“ Aubergine-Outfit. Etwa im Herbst sei die Eröffnung des „Hotel Tivoli“, so sein Name, zu erwarten, schätzte der bauausführende Architekt Benedict Casademont aus Aachen. Erst im Dezember 2016 war das Richtfest von den Polieren der Baufirma Derichs und Konertz ausgerichtet worden.

Ein wenig früher als das Hotel werden die insgesamt 34 Wohneinheiten der direkt an der Merowingerstraße anschließenden Wohnanlage fertig, die von Aixact-Immobilien vermarktet und vom Büro Hammers geplant werden. Manfred Hammer zu den „Nachrichten“: „Wir sind so im Sommer fertig, ich will mich hier nicht auf einen Monat festlegen“. Die Anlage mit acht öffentlich geförderten Wohnungen teilt sich mit dem Hotel den Innenhof und das darunter liegende Parkhaus.

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