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Bürgerstiftung Lebensraum Aachen: Auf Videokonferenz folgt Plakat-Aktion

Bürgerstiftung Lebensraum Aachen : Auf Videokonferenz folgt Plakat-Aktion

Das Projekt „Region Aachen 2050“ der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen geht ab Montag in die nächste Runde. Diesmal gibt es eine Kunstaktion am Gemeindehaus St. Foillan. Doch auch eine weitere Zoom-Konferenz ist bereits in Planung.

Großer Zulauf, ohne dass irgendjemand sein Wohnzimmer verlassen musste: Knapp 150 Teilnehmer haben sich an der digitalen Auftaktveranstaltung zu „Region Aachen 2050“ beteiligt, dem neuen Projekt der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen (wir haben berichtet). Hintergrund ist, dass die Initiatoren einen Prozess in Gang setzen möchten, bei dem sich möglichst viele Menschen Gedanken darüber machen, wie wir die Zukunft in unserer Region gestalten können. Jetzt geht das Projekt in die nächste Phase, und zwar ganz analog mit einer Plakat-Aktion in der Aachener Innenstadt.

Der Aktionskünstler Sebastian Schmidt hat sich gemeinsam mit „Artists for Future Aachen“ etwas überlegt. lädt die Menschen aus Aachen und der Region ein, gemeinsam ein Bild einer wünschenswerten, nachhaltigen Zukunft Aachens zu zeichnen. „Ich habe dazu eine Wand in der Größe von zwei mal fünf Metern grundiert“, sagt Schmidt im Gespräch mit unserer Redaktion. Zu sehen ist bislang vor allem blauer Himmel, darunter ein blühendes Rapsfeld – für eine grundsätzlich positive Grundstimmung. „Dieses Bild wird am Gemeindehaus St. Foillan, gegenüber vom Geldbrunnen, aufgehängt“, erzählt Schmidt.

Alle dürfen mitmalen

Alle Bürgerinnen und Bürger seien eingeladen, an der weiteren Gestaltung des Kunstwerks mitzuwirken. „Dabei steht den Menschen völlig frei, etwas zu zeichnen oder aufzuschreiben“, sagt Schmidt, der in der Vergangenheit schon ähnliche Mitmach-Aktionen an St. Foillan durchgeführt hat. Selbstverständlich gelten auch hier die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen: Gemalt wird nur mit Abstand zueinander.

Apropos Abstand: Auch mit dem digitalen Planen machen die Initiatoren von „Region Aachen 2050“ weiter. „Wir sind sehr angetan davon, wie groß das Interesse an unserer Auftaktveranstaltung war“, sagen der Ingenieur Richard Schieferdecker und die Unternehmensberaterin Dorothea Ernst im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Teilnehmer haben sich über „Zoom“ zu einer Videokonferenz zusammengefunden, unter anderem waren auch der Heinsberger Landrat Stephan Pusch und der Roetgener Bürgermeister Jorma Klauss mit dabei. Einen Nachfolgetermin hat die Gruppe auch schon festgelegt: Es wird Dienstag, 24. Juni, sein. Einige Teilnehmer hätten sich dahingehend geäußert, dass ihnen das Projekt noch zu abstrakt und wenig konkret erscheine. Doch darin liegt, sagt Dorothea Ernst, ein wesentlicher Aspekt der Erarbeitung eines Zukunftsmodells. „Ich glaube, dass viele Menschen bereits ein Puzzleteil für unsere gemeinsame Zukunft in der Hand halten. Es wird aber eine Weile dauern, bis aus diesen vielen einzelnen Puzzleteilen ein Bild entstehen kann.“

Das Bild von Sebastian Schmidt entsteht hingegen innerhalb weniger Tage. „Es gibt viele Menschen jeden Alters, die die Notwendigkeit eines Wandels im Umgang mit der Welt und ihrer Ressourcen verstanden haben“, sagt er. Er freut sich darauf, möglichst viele Menschen vom 18. bis 21. Mai in der Zeit von 12 bis 18 Uhr am Geldbrunnen zu treffen – mit dem nötigen Abstand, versteht sich.