Aachen: Auf der Suche nach neuen Aachener Geschichten

Aachen: Auf der Suche nach neuen Aachener Geschichten

„Eine Jahreszahl vergisst man schnell, eine richtig gute Story bleibt.“ Diese Erfahrung hat Sabine Mathieu als Stadtführerin gemacht und schließlich auf ihre kleine Sammlung von Legenden, Sagen und Geschichten übertragen. „Teufel — Printen - Hexerei“ ist gerade in seiner zweiten Auflage erschienen.

„Das Cover ist teuflischer und auffälliger“, meint Mathieu und freut sich über die Nachfrage seitens der Leser. Laut Buchhändler Walter Vennen sind das oft Touristen, die bei Sabine Mathieus Stadtführungen neugierig wurden und mehr Geschichten über Aachen lesen wollen.

In ihrem Buch erfahren sie, wie die Aachener zu den Printen kamen, warum der Teufel seinen Daumen verlor und wie die Klappergasse zu ihrem Namen kam.

Doch all die Sagen und Legenden hat Mathieu um weitere Geschichten ergänzt. Besonders gut gefällt ihr die von der Frau, die versucht hat, ihren Mann tot zu beten. Sie sei zwar von der Hexerei frei gesprochen worden, bestraft wurde sie aber dennoch.

Große Herausforderung

Sabine Mathieu ist immer auf der Suche nach neuen Geschichten. Sie findet sie bei der Recherche zu neuen Führungen, beim Stöbern in alten Büchern, oder sie werden ihr ganz einfach zugetragen. Sie aufzuschreiben, bereite ihr keine große Mühe, sagt sie. Beim Bügeln oder Rasenmähen schreibe sie sie gleichsam im Kopf vor. „Jede Geschichte erfordert ihre ganz eigene Melodie“, sagt sie. Sie zu finden, sei die größte Herausforderung.

In ihren Geschichten vermischen sich Realität und Fiktion. So auch in den zahlreichen Legenden um Kaiser Karl und seine Familie. Sabine Mathieu legt großen Wert darauf, dass ihr Buch über die herkömmlichen Sagen hinaus geht. Und sie sammelt eifrig weiter, in der Hoffnung, die dritte Auflage ihres Buches um einige neue Geschichten erweitern zu können. Ihre Texte hat sie zudem mit eigenen Fotos illustriert.

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