Aachen: Auf der Jagd nach dem großen Karl

Aachen: Auf der Jagd nach dem großen Karl

Rund 700 Kinder aus den Klassen eins bis sechs sollen im Herbst in der Aachener Innenstadt auf Fotojagd nach Karl dem Großen gehen.

Nach dem offiziellen Startschuss am 2. Oktober um 10 Uhr am Marktplatz ziehen die Gruppen mit einer Aufgabenliste los: Sie sollen sechs einmalige, witzige und originelle Fotos rund um Karl und seine Geschichte schießen. Die werden noch am selben Tag von einer Jury bewertet und prämiert. Die ausgezeichneten Fotos werden außerdem im Rahmen einer Ausstellung präsentiert.

„Wir können nur 30 bis maximal 35 Schulklassen aufnehmen“, meint Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, die für das Projekt verantwortlich ist. Sie rät allen interessierten Schulen, sich möglichst bald zu melden. Anmeldungen sind bis zum 15. September per E-Mail unter karl@bleiberger.de möglich. Der kleine Fotomarathon steht ganz im Zeichen des Karlsjahres, erfüllt dabei laut Rick Takvorian, Veranstaltungsmanager der Stadt Aachen, aber ein ganz besonderes Kriterium. „Wir wollten mit den Veranstaltungen auf keinen Fall zu sehr in der Vergangenheit hängen“, sagt er. „Wir wollen auch an die nächste Generation appellieren, darüber nachzudenken, wie es weitergeht.“ Und dafür sei die geplante Fotojagd ein sehr gutes Beispiel. Die Veranstalter sind sich sicher, dass die kleinen Fotografen in ihren roten Hemden mit goldenen Schriftzügen und Nummern für viel Aufmerksamkeit sorgen werden.

Bei einem Testlauf in der Grundschule Passstraße habe sich gezeigt, dass die Kinder einen Riesen-Spaß an der Aktion haben, meint Sibylle Keupen. Außerdem soll der kindlich unbefangene Blick durch die Kamera Motive ans Licht bringen, die Erwachsene auf Anhieb vielleicht gar nicht sehen.

Studierende der Katholischen Hochschule haben laut Keupen bereits zugesagt, die Fotojagd zu begleiten. Und nicht nur für die Kinder, sondern für alle Beteiligten wird der 2. Oktober ein anstrengender Tag. Denn kaum haben die Teilnehmer ihre Fotos gegen Mittag im Haus Löwenstein abgegeben, macht sich die Jury an die Auswertung. Schon ab 14 Uhr ist dann in der Aula Carolina die Preisverleihung mit kulturellem Programm geplant.

Zu erledigen ist derweil noch zweierlei: Die Mitglieder der Jury, die unter anderem aus professionellen Fotografen bestehen soll, stehen allerdings noch nicht fest. Und auch Sponsoren für die Preise werden noch gesucht.

(mas)