Aachen: Auch am Dienstag bleiben viele Kitas zu

Aachen: Auch am Dienstag bleiben viele Kitas zu

Auch am Dienstag werden sich wieder viele Eltern nach anderen Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder umsehen müssen.

Der Streik der Erzieherinnen in den städtischen Kitas wird fortgesetzt. Am Montag sind - wie schon am Freitag - erneut rund 400 Erzieherinnen in den Ausstand getreten, um sich für einen besseren Gesundheitsschutz in ihrem Beruf stark zu machen. Betroffen waren laut Corinna Groß, Verdi-Bezirksgeschäftsführerin, gut 50 Einrichtungen.

„Ich glaube, die Eltern können unser Anliegen richtig einschätzen”, sagte Groß, „es herrscht großes Verständnis.” Doch Mitarbeiter des städtischen Jugendamtes machten auch am Montag wieder andere Erfahrungen. „Die Leute sind sauer”, teilte Björn Gürtler für die Stadt Aachen mit. Seit 7 Uhr morgens habe das Telefon nicht mehr stillgestanden, wieder hätten verärgerte Eltern angedroht, wegen der streikbedingten Schließungen Kindergartengebühren zurückfordern zu wollen. Die Stadt hält dies jedoch für aussichtslos, weil Streik als höhere Gewalt gilt.

In acht städtischen Kitas konnte die Stadt am Montag noch Plätze für Kinder vermitteln. „Aber nur in absoluten Notfällen”, wie Gürtler betont. Wer seine Kinder anders versorgen kann, sollte dies unbedingt tun. Ab Mittwoch soll in den städtischen Einrichtungen vorübergehend wieder alles seinen normalen Gang gehen.

Allerdings bereitet Verdi schon weitere Aktionen für die kommende Woche vor. Mitte nächster Woche geht es in die nächste Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Dann wollen die Erzieherinnen den Druck nochmals erhöhen. Mit erneuten Kita-Schließungen muss gerechnet werden. Die Erzieherinnen fordern bessere Arbeitsbedingungen im Erziehungsdienst, laut Gewerkschaft gebe es gerade in diesem Beruf auffallend viele Gesundheitsprobleme.

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