Aachen: Arminia Eilendorf zeigt keine Rücksicht

Aachen : Arminia Eilendorf zeigt keine Rücksicht

Das war an Deutlichkeit kaum zu überbieten. Die Spiele der Gruppe G bei der Fußball-Stadtmeisterschaft um den Sparkassen-Cup am Mittwochabend ließen keine zwei Meinungen zu: Arminia Eilendorf zog souverän und hoch verdient in die Zwischenrunde ein.

Dort wartet am Samstag der Burtscheider TV als Gegner, der in seiner Gruppe den SV Eilendorf ausschaltete und damit das ewig junge Ortsduell verhinderte.

Organisator Leo Pennings nahm es mit Bedauern zur Kenntnis, hätte doch der Bruderkampf noch einmal für großes Interesse und eine schöne zusätzliche Einnahme gesorgt. „Aber so ist das im Fußball, vor Überraschungen ist man nie sicher“, zollte er den Burtscheidern im Nachgang die verdiente Anerkennung.

Nur zaghafte Offensivversuche

Die Arminia machte in ihrem ersten Gruppenspiel gegen die Vertretung des Eisenbahner SV (ESV) schnell klar, dass man sich eine Zitterpartie ersparen wollte. Außerdem erwiesen sich die Spieler des ESV als genügsame Sparringspartner, zaghaft vorgetragene Offensivversuche wurden im Keim erstickt und früh unterbunden. Im Umschaltspiel drückte die Mannschaft von Frank Küntzler aufs Tempo, zeigte keine Rücksicht und sorgte am Ende für das mit Abstand höchste Ergebnis des Turniers. 16:0 in 45 Minuten — die Ausbeute der Eilendorfer war rekordverdächtig.

Fünf Tore durch Elvir Lubishtani, viermal Nathan Ndombele, zweimal Thiemo Huppertz, zweimal Tobias Thoma und jeweils ein Treffer durch Marcel Tamke, Sergen Cileksiz und Jalil Tahir — das Debakel für die Jungs vom Soerser Weg war perfekt. Dabei ließen die Eilendorfer noch viele gute Chancen liegen. Bleibt zu hoffen, dass der ESV die weitere Vorbereitung für intensive Ursachenforschung nutzt, sonst steht eine schwere Saison ins Haus.

Auch in der zweiten Partie des Tages war die Arminia gegen Borussia Brand über die gesamte 45-minütige Distanz Herr im Haus, ließ in der Defensive wenig zu und suchte ihrerseits eine schnelle Entscheidung. Die Brander waren erkennbar ein stärkerer Gegner als der ESV, doch die Mittel reichten auch hier nicht für zählbare Erfolge. So waren die Treffer von Tobias Achterberg und zweimal Sebastian Galle Ausdruck eines überlegen geführten Spiels, in dem die Eilendorfer sich am Ende darauf beschränkten, den 3:0 Vorsprung zu halten und den Gruppensieg klar zu machen. Im letzten, unbedeutenden Gruppenspiel trennten sich Borussia Brand und Eisenbahner SV 3:1.

Heute greift der VfR Forst ein

Am heutigen Donnerstag greift dann der Veranstalter der Stadtmeisterschaft, der VfR Forst, ins Geschehen ein und versucht, dem Neu-Landesligisten Eintracht Verlautenheide und dem VfB 08 Aachen ein Bein zu stellen. Ist auch dann der Favorit so zielstrebig wie gestern die Arminia, wird dort wenig zu holen sein für die klassentieferen Teams. Die bisher feststehenden Zwischenrunden-Paarungen lauten Raspo Brand — Hertha Walheim, Burtscheider TV — Arminia Eilendorf, DJK FV Haaren — Inde Hahn und FV Vaalserquartier gegen den Sieger der Gruppe H. Der Samstag verspricht schönen Fußball, und dann hat am Ende das Wort von Pennings vielleicht wieder Gültigkeit. „Im Fußball ist man nie vor Überraschungen sicher.“

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