Aachen: Arbeiten auf der A544 befinden sich auf der Zielgeraden

Aachen: Arbeiten auf der A544 befinden sich auf der Zielgeraden

Noch müssen die Autofahrer, die über die Autobahn 544 in Richtung Europaplatz unterwegs sind, einen Schlenker fahren. Die Arbeiten an der Autobahnbrücke über der Haarener Gracht machen das Ausweichen auf die Gegenfahrbahn notwendig.

Doch da sich die Arbeiten nach Auskunft von Bauleiter Karl-Heinz Schaufenberg „auf der Zielgeraden befinden”, rollt der Verkehr auf der A544 auch bald wieder wie auf einer solchen, nämlich schnurgerade zwischen Aachener Kreuz und Europaplatz.

„In der kommenden Woche tragen wir die sogenannte Verschleißschicht auf”, erzählt Schaufenberg, der für die zuständige Autobahnniederlassung Krefeld die Bauaufsicht über den Brückenneubau führt. Damit wäre dann die Asphaltschicht komplett, denn auf dem eigentlichen Brückenkörper ist die Schutzschicht, die unter der Verschleißschicht liegt, bereits aufgebracht worden.

Ist der Brückenteil sowie die Straßenteile davor und dahinter dann fertig asphaltiert, zählt Schaufenberg weiter auf, „werden die Leitplanken montiert, die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht, der Mittelstreifen wieder auf- und anschließend die Baustelle zurückgebaut. Voraussichtlich im Herbst soll alles fertig sein.” Auf einen genaueren Zeitpunkt will sich Karl-Heinz Schaufenberg nicht festlegen, da vor allem der Rückbau der Fahrbahnen, die die Autos derzeit über den Mittelstreifen auf die Gegenfahrbahn führen, „wegen starkem Quergefälle extrem aufwendig sind”.

Die Brücke, die die Autobahn über die Straße Haarener Gracht führt, hatte komplett neu gebaut werden müssen, nachdem bei einer routinemäßigen Überprüfung im Sommer 2009 festgestellt worden war, dass eine Sanierung des mehr als 50 Jahre alten Bauwerks wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll war. Zunächst wurde die Brückenhälfte mit den Fahrstreifen in Richtung Köln abgerissen und neu gebaut, bevor die andere Hälfte in Fahrtrichtung Europaplatz das gleiche Schicksal ereilte. Die Baukosten betrugen nach Angaben der Autobahnniederlassung Krefeld rund vier Millionen Euro.

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