Aachen: Appel-Nachfolge: Bundesweite Suche nach dem neuen Aseag-Chef

Aachen : Appel-Nachfolge: Bundesweite Suche nach dem neuen Aseag-Chef

In einem Jahr, am 30. April 2010, wird der langgediente technische und kaufmännische Vorstand der Aseag, Hans-Peter Appel, in den Ruhestand gehen.

Damit in der Führungsetage des gut aufgestellten kommunalen Verkehrsbetriebs kein Vakuum entstehet, hat sich der Aufsichtsrat der Aseag entschlossen, bereits jetzt bundesweit nach einem geeigneten Nachfolgekandidaten (oder einer Kandidatin) Ausschau zu halten.

Appels Vertrag war bereits zum 30. April 2008 ausgelaufen. Doch sowohl der Personalrat als auch der Aufsichtsrat sprachen sich Ende März 2008 für eine weitere zweijährige Amtszeit des gelernten Ingenieurs mit Busführerschein aus. Der inzwischen 64-jährige Appel gilt als belegschaftsnah sowie als Garant für das kleinste Minus, das die Verkehrsbetriebe je einfuhren.

Nun wurde vom Aufsichtsrat eine sogenannte Headhunter-Firma eingeschaltet, die Bewerbungen sammelt und dann Personalvorschläge machen soll. Aus dem Aufsichtsrat war zu hören, dass vor den Sommerferien noch keine Ergebnisse zu erwarten seien, schließlich komme am 30. August auch noch die Kommunalwahl dazwischen.

Kein Hindernis

In einem ist man sich bereits jetzt einig: Der neue Chef oder die neue Chefin sollen noch vor Ende des Jahres den Job antreten, damit sie sich bis zum April in die Aseag-Strukturen einfügen können. Auch die „natürliche” Nachfolgekandidatin, Appel-Stellvertreterin und Prokuristin Myriam Berg, positioniert sich bereits, war aus dem politischen Bereich zu hören.

Nicht überall in den Gremien aber stößt die Stellvertreterin auf Gegenliebe. Sie möge sich, so etwa Stimmen aus dem Aseag-Aufsichtsrat, genau wie die anderen bewerben. Sollten die Headhunter ihre Bewerbung als aussichtsreich einstufen, könne man darüber reden. Ihre kaufmännische Ausrichtung sei jedenfalls kein Hindernis für den Führungsjob, hieß es am Mittwoch.