Aachen: Anwohner in der Beverau proben Aufstand

Aachen : Anwohner in der Beverau proben Aufstand

Seit Dienstag vergangener Woche ist es vorbei mit der Ruhe „In den Zwanzigmorgen“. Weil die Parallelstraße, der Forster Weg, in den kommenden acht Monaten wegen einer Baustelle gesperrt ist, wurde der Verkehr auf der einstigen Einbahnstraße nun beidseitig gestattet. Bei den Anwohnern auf der Beverau sorgt dies für eine Menge Ärger, aber auch für Besorgnis.

In der Tat wird es eng, wenn sich zwei Autos auf der schmalen Straße begegnen; fast immer muss eines der beiden Fahrzeuge auf den Bürgersteig ausweichen. Besonders in den Morgenstunden und abends herrsche ein heilloses Chaos, schildert ein Anwohner. „Es hält sich auch niemand an die Geschwindigkeitsbegrenzung in der 30er-Zone“, fügt er hinzu. Dazu kämen nun auch noch die Baufahrzeuge, die ebenfalls viel zu schnell und voll beladen durch das Sträßchen führen.

Der ohnehin knappe Platz wird außerdem durch die am Straßenrand geparkten Autos begrenzt. „Für Fahrradfahrer und für die Schüler ist es inzwischen zu gefährlich geworden, weil alle auf das Trottoir fahren, um aneinander vorbeizukommen“, sagt eine Anwohnerin. Es sei bloß eine Frage der Zeit, bis etwas Ernstes passiert, sind die aufgebrachten Bürger überzeugt. Bereits jetzt könne man beinahe täglich Autofahrer beobachten, die sich wegen der schwierigen Verkehrssituation in die Haare geraten.

Das Unverständnis der Anwohner rührt aber nicht von dem erhöhten Verkehrsaufkommen her: „Das war uns klar, dass hier wegen der Baustelle mehr Fahrzeuge durchkommen“, heißt es. Aber die Aufhebung der Einbahnstraße sei eine „grobe Fehlplanung“ seitens der Stadt, heißt es weiter. Denn nur ungefähr 50 Meter entfernt verläuft parallel eine Einbahnstraße in die entgegengesetzte Richtung: die Straße Am Branderhof. „So würde ein funktionierender Verkehrsfluss entstehen“, wenn diese nämlich mitgenutzt würde, sind die Anwohner überzeugt.

Die Bürger haben mit ihren Anliegen bei der Stadt Gehör gefunden. „Wir nehmen die Hinweise der Anwohner ernst und schauen uns die Situation vor Ort genau an. Wenn es nötig sein sollte, werden wir Anpassungen vornehmen“, verspricht Axel Costard, Mitarbeiter des städtischen Presseamtes. Ausführlicher will die Verwaltung am heutigen Montag auf die Verkehrssituation „In den Zwanzigmorgen“ in Form einer Stellungnahme eingehen.

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