Aachen: Anke Wolf und Günter Wermekes stellen im Atelierhaus aus

Aachen: Anke Wolf und Günter Wermekes stellen im Atelierhaus aus

Weniger ist mehr — minimalistischer könnte die Ausstellung von Anke Wolf und Günter Wermekes im Atelierhaus Süsterfeld kaum sein. Vor einer weißen Wand, von Fenster zu Fenster, entwickelte die Künstlerin aus filigranem Zeichendraht eine in Veränderungen fließende Installation zwischen relativ festen Formen und feinstem Gespinst.

„Die Ambivalenz des Ortes“ nennt sie diese spontan entwickelte Arbeit, die mit nur wenigen Gramm Material auskommt und sich langsam aber stetig erschließt, bis nur noch Staunen bleibt.

Ebenbürtig in der Klarheit des Minimalismus, aber massiv im Auftritt sind die Skulpturen von Günter Wermekes. Inspiriert von klarer Architektur baut er Objekte etwa aus rostigem Eisen und Edelstahl oder Lindenholz, wobei die Säureverläufe auf dem Eisen mit der Maserung oder der Lichtführung durch filigrane Stäbe korrespondieren.

Wermekes Arbeit ist von seiner Goldschmiede-Tätigkeit geprägt — wie Schmuckstücke präsentieren sich die strengen Schönheiten mit den lebendigen Oberflächen auf ihren Sockeln.

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