Aachen: Ankauf der Knappschaft steht kurz bevor

Aachen: Ankauf der Knappschaft steht kurz bevor

Ob die Stadt Aachen ihr verbrieftes Vorkaufrecht für das gediegene Objekt an der Monheims­allee geltend machen wird, steht noch nicht fest. Das wird man erst kommende Woche nach dem 22. November wissen.

Denn dann steht die Immobilie der Knappschaft an der Monheimsallee auf der Tagesordnung des Liegenschaftsausschusses. Alles spricht dafür, dass die Sache gut verläuft.

Denn es ist letztlich nur noch eine Frage der Konditionen, ob das große Knappschaftsgebäude in hübscher Lage am Rande des Stadtparks im Wert von rund 2,4 Millionen Euro in städtischen Besitz übergehen wird. Die 50er-Jahre-Immobilie der Knappschaft Bahn-See (Hauptsitz in Bochum) hat für den Rentenversicherungsträger zum Ende des Jahres als Bürogebäude ausgedient.

Wie die Sprecherin der Rentenversicherer, Claudia Müller, den „Nachrichten” bestätigte, werden Teile der knapp 90-köpfigen Belegschaft in die Bergheimer Zentrale wechseln. Andere werden auf angemietete Büroflächen in der Stadt Aachen verteilt werden.

5000 Quadratmeter Grund

Das Gebäude mit dem 5000 Quadratmeter großen Grundstück gegenüber dem Hansemann-Denkmal liegt in denkbar günstiger Lage und würde eine Arrondierung der städtischen Liegenschaften in vorderer Lage des Kurparks bedeuten. In der Stadtverwaltung, die im Auftrag der Politik mit den Bochumer Knappschaftsmännern verhandelt, wollte man noch keine Tendenz erkennen lassen.

Es stehe alles noch auf Spitz auf Knopf, hieß es. Von den Entscheidungsträgern der Knappschaft war der salomonische Satz zu hören, dass natürlich auch andere Interessenten da seien - es ist von bis zu dreißig die Rede. Selbstverständlich werde man nicht handeln, bevor die Stadt Aachen nicht notariell auf das Vorkaufsrecht verzichtet habe, wie es das Gesetz vorsehe.

Städtischerseits will man sich allerdings angesichts leerer Kassen keinesfalls in einen Preispoker hineinziehen lassen. Vorstellbar ist es, so hieß es, in das Gebäude Einrichtungen des „Kulturbetriebes” einzubringen. Auch der Umbau des Gebäudes in ein Hotel war angedacht. dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass es sich bei dem 1951 gebauten Haus um ein denkmalgeschütztes Objekt handelt.

Im Liegenschaftsausschuss am Dienstag (17 Uhr, Sitzungssaal 170, Verwaltungsgebäude Marschiertor) wird die Angelegenheit unter Punkt N 2.2.3 behandelt. „N” heißt in nichtöffentlicher Sitzung, wie es für Grundstücks- und Immobilienangelegenheiten üblich ist. Neben dem Knappschaftshaus geht es auch um andere Objekte, so etwa die Vergabe des Drehturms Belvedere oder auch die Einrichtung des Erbbaurechtes für das Grundstück des Oblatenklosters am Salvatorberg 1.

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