Aachen: Andreas Mauritz: Die Lebensfreude ist sein Markenzeichen

Aachen : Andreas Mauritz: Die Lebensfreude ist sein Markenzeichen

Das Wasser als Symbol des Lebens, als kostbarer Schatz, stand am Sonntag im Mittelpunkt des Festgottesdienstes zum 25-jährigen Priesterjubiläum von Andreas Mauritz. Seit vier Jahren ist der beliebte Pfarrer der Leiter der Großpfarrei St. Jakob mit den Gemeinden Heilig Geist, Maria im Tann, St. Hubertus und St. Jakob. Voll besetzt war die Kirche, und Glockengeläut machte auf den großen Anlass aufmerksam.

Die Begegnung mit Gott und die Festigung des Glaubens liegen Mauritz am Herzen. Gemeinsam mit den anwesenden Kindern legte er zu Beginn Wassertropfen aus Papier vor dem Altar zu einer großen Wassercollage zusammen. „Wasser verbindet Himmel und Erde“, stellten die Kinder fest.

In seiner Predigt ging Mauritz‘ langjähriger Freund Thomas Eicker, Propst in Kempen, weit zurück. Beide hatten im Sommersemester 1986 in Würzburg einen Platz im Predigtkurs von Rolf Zerfass ergattert. Mauritz hatte ein Wort des französischen Philosophen Antoine de Saint-Exupery ausgewählt, aus seiner berühmten Erzählung vom „Kleinen Prinz“: „Es macht die Wüste schön, dass sie irgendwo einen Brunnen birgt.“

„Auch im heutigen Evangelium wird ein Brunnen zum Treffpunkt und zum Lebenssymbol schlechthin“, verdeutlichte Eicker. Schon früh sei Mauritz‘ Durst nach der Menschenfreundlichkeit geweckt worden. „Bei den Pfadfindern, hast Du das Suchen und Erforschen nach Gott verstärken können. Um Theologie zu studieren, hast Du Dich vielen Mühen des Lernens unterzogen.“

Als weitere Stationen des Jubilars zählte Eicker die Diakonenweihe in Lank und die Zeit in Mönchengladbach-Eicken auf. „Da Du ein Jungbrunnen für viele warst, verwunderte es auch nicht, dass die Begleitung von Jugendlichen in der Region Aachen-Land und im Aachener Diözesanpfadfinderverband Dir anvertraut wurde. Wer neben solchen Aufgaben auch Regionaldekan wird, wer parallel noch die Pfarradministration von gleich fünf Pfarrgemeinden übernimmt, ist für Höheres berufen“, betonte Eicker.

Und tatsächlich war Mauritz sechs Jahre Bundespräses des BDKJ und integrierte die vielen unterschiedlichen Charismen der dort versammelten Verbände. Bei der Bundeskanzlerin oder beim Bundespräsidenten, bei Bischöfen, Kardinälen oder Papst Benedikt XVI. vertrat er die Anliegen der Jugend. „Eine Leistung, eine spannende Aufgabe. Dafür braucht man auch langen Atem, eine Ausdauer wie sie den Brunnensucher in der Wüste ausmacht“, betonte Eicker.

Und jetzt ist Andreas Mauritz seit vier Jahren in der Aachener Gemeinde von St. Jakob. „Mit Ihnen ist er auf der Suche, wo Sie Lebenspendendes finden können. Den einen oder anderen Brunnen haben Sie schon neu gebohrt und miteinander erschlossen“, wandte sich der Propst an die Gemeinde. Pfarrer Mauritz sei aber nicht nur Austeilender und Gebender, er sei auch angewiesen und empfangend im Blick auf sein Gegenüber, auf freundliche Unterstützung. Eicker wünschte seinem Freund, dass seine Lebensfreude ihm erhalten bleibt, er weiter die Liebe Gottes lebe, verkündige und ihr Hand und Fuß gebe, damit sein Primizspruch „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“ auch zukünftig sein Leben prägt.

Mit großem Applaus dankte die Gemeinde für die wohl gewählten Worte. Vom Jubilar gab es eine herzliche Umarmung. Beim anschließenden Empfang im Jakobushaus folgte eine große Schar von Gratulanten.

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