Abschied von Aachen und „Give“: Andere Länder, andere Träume

Abschied von Aachen und „Give“ : Andere Länder, andere Träume

Deutsche Weihnachtsmärkte, Karneval, Printen. Das und noch viel mehr war schon ein kleiner Kulturschock für die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Austauschorganisation „Give“, die ihren ersten Aufenthalt in Deutschland in der Aachener Städteregion verbringen durften. Jetzt wurde Abschied gefeiert.

„Give“, ein „gemeinnütziger Verein für internationale Verständigung“, organisiert seit Jahren Austauschprogramme für Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt und ist eine von fünf Organisationen, die das Parlamentarische Patenschafts-Programm des Deutschen Bundestages betreuen.

Nach einem ganzen Schuljahr in Deutschland geht es für die Jugendlichen nun nämlich zurück in ihre Heimatländer Amerika, Dänemark und Mexiko. Die Freude, zu den eigenen Familien, Freunden und Länder zurückzukehren, ist natürlich groß.

Und doch fällt der Abschied von Aachen und all den liebgewonnenen Menschen schwer, haben die Schülerinnen und Schüler doch so viel mit einander erlebt. Neben dem deutschen Schulunterricht haben die ausländischen Jugendlichen verschiedene Ausflüge in die Region und diverse Feste und Feiertage erleben dürfen.

Und doch sind es ja oft die kleinen Dinge, die die größte Wirkung entfalten und sich am stärksten einprägen. Zum Beispiel der erste Traum, in den deutsche Wörter eingeflossen sind. Oder eben die erste Aachener Printe.

Allerdings ging es bei dem Austausch natürlich nicht nur um die kleinen, eigenen Erfahrungen und Entdeckungen. Es ging „Give“ vor allem darum, wieder einmal jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, andere Kulturen kennenzulernen, Menschen zu verbinden und für mehr Verständigung und damit Verständnis zu sorgen.

Gleiche Anliegen verfolgt auch das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages, das seit 1983 jährlich deutschen und amerikanischen Schülerinnen, Schülern und jungen Berufstätigen ein Austauschjahr in Amerika beziehungsweise Deutschland ermöglicht.

Viele Schüleraustauschprogramme laufen deutlich kürzer. Doch trotz der enormen Zeit eines gesamten Schuljahres haben alle Stipendiatinnen und Stipendiaten den Austausch nicht abgebrochen und auch nicht nur „durchgehalten“. Sie haben ihn genossen und können nun um viele Erfahrungen reicher wieder nach Hause fliegen.

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