Aachen/Vaals: An der Schnittstelle zu Vaals ein Zeichen setzen

Aachen/Vaals : An der Schnittstelle zu Vaals ein Zeichen setzen

„Wir haben Interesse daran, an dieser Schnittstelle zu Vaals ein Zeichen zu setzen”, sagt Jens Kreiterling, Generalbevollmächtigter der Landmarken AG Immobilien, einem Unternehmen des bekannten Aachener Investors Norbert Hermanns (AMW Projekte).

„Von Aachener Seite ist diese Ecke bisher etwas stiefmütterlich behandelt worden.” Deshalb hat sein Unternehmen das Haus Vaalser Straße 549 gekauft, genau am Grenzübergang und ehemals Domizil der Pizzeria „La Frontiera”. Diese hat nach seinen Worten dichtgemacht, das Anwesen wurde zwangsversteigert und kam so in den Besitz der Landmarken AG: „Das Objekt wird gerade abgerissen.”

Keinen Zusammenhang gibt es dabei mit den Plänen der Stadt, den gesamten Bereich neu zu gestalten und das Entree Aachens aufzuwerten. Dafür ist nämlich der Bebauungsplan 808 aufgestellt worden, der jedoch noch in der Mache ist. Axel Costard vom Presseamt. „Es gibt noch keine Beschlüsse. Das hängt mit den Planungen der Campus-Bahn zusammen, damit man sich nichts verbaut.” Bekanntlich soll diese Bahnlinie, wenn sie denn verwirklicht wird, zunächst bis zum Uniklinikum fahren. „In einer zweiten, späteren Phase könnte sie von Vaals-Grenze bis Brand fahren.”

So wird die Landmarken AG also abwarten, bis diese Fragen geklärt sind und die Stadt ihre Vorstellungen erarbeitet hat. Frühere Pläne sahen einmal vor, mehrgeschossige Wohngebäude am Ende der Vaalser Straße zu errichten, im Erdgeschoss sollte Gewerbe und Handel untergebracht werden. Die Gemeinde Vaals hatte, als sie noch eine Umgehungsstraße entlang des Senserbachs plante, vorgeschlagen, am Grenzübergang einen großen Kreisverkehr anzulegen. Diese Pläne sind jedoch vom Tisch.

Eigentlich sollte das Gebäude auch nicht sofort dem Erdboden gleich gemacht werden. Die Landmarken AG wollte dort Studentenbuden einrichten, bis der Bebauungsplan rechtskräftig ist. Eine genaue Untersuchung des Gebäudes ergab aber, dass die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war: „Die Balkendecken sind nicht mehr tragfähig.” Eine Sanierung hätte viel Geld gekostet, so dass nur der Abriss übrig blieb. Was nun mit dem Gelände geschieht, bis die Stadt sich Klarheit verschafft hat, was dort geschehen wird, ist noch nicht ganz klar. Kreiterling: „Eine Idee ist, dort einen Parkplatz anzulegen.”

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