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An der RWTH Aachen beginnt jetzt das neue Semester

Einführungswoche : Für die Erstis ist alles vorbereitet

Rund 12.000 Erstsemester beginnen in diesen Tagen ihr Studium in Aachen. Die meisten von ihnen werden an der RWTH büffeln. Damit das auch klappt, gibt es die Einführungswoche.

Ein ganz neues Leben, womöglich in einer völlig unbekannten Stadt, viel Lernstoff und ein ganzer Haufen von Prüfungen und Hausarbeiten: Auf die jungen Männer und Frauen, die in diesem Wintersemester ihr Studium an einer der Aachener Hochschulen beginnen, kommt sehr viel Neues zu. Eine Hilfestellung will ihnen die RWTH mit der Einführungswoche geben, die am Montag beginnt. Die 18 Fachschaften, das Erstsemesterarbeitsteam (ESA) und die Zentrale Hochschulverwaltung (ZHV) arbeiten dazu Hand in Hand.

Los geht’s am Dienstag, 1. Oktober, mit der Begrüßung durch RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger. Und weil so viele Erstsemester erwartet werden, findet die Begrüßung in drei Schichten statt. „Im Anschluss werden die Studierenden noch durch die jeweiligen Fachschaften begrüßt“, erklärt Gereon Lümmen vom ESA.

Wie stelle ich meinen Stundenplan zusammen, und wo ist eigentlich meine erste Vorlesung? Eine konkrete Einführung in den eigenen Studiengang gibt es am Mittwoch – wieder durch die Fachschaften. „Da sind viele engagierte Studierende aktiv“, betont Lisa Morgenstern, ebenfalls ESA.

Gereon Lümmen (Studierender, von links) Thomas von Salzen (Zentrale Hochschulverwaltung), Lisa Morgenstern (Studierende) und Peter Gronostaj (Wissenschaftsbüro Aachen) freuen sich auf die Einführungswoche der Erstsemester an der RWTH Aachen. Foto: ZVA/Sarah-Lena Gombert

Am Donnerstag, 3. Oktober, ist bekanntlich der Tag der Deutschen Einheit und somit ein Feiertag. „Aber auch für diesen Tag haben wir gemeinsam mit den Fachschaften ein Freizeitprogramm für die Erstsemester auf die Beine gestellt, damit sich niemand alleine fühlt in seinen ersten Tagen in Aachen.“

Generell: Allein sein, unsicher fühlen und keinen Ansprechpartner haben – all das können Faktoren sein, die einem erfolgreichen Studium im Wege stehen. Um das zu verhindern, bietet die Uni dieses engmaschige Programm für die Neulinge, die erfahrungsgemäß mit vielen Fragen nach Aachen kommen. „Die jungen Leute wollen wissen, wo sie eine Wohnung finden, und wie das mit dem Bafög-Antrag funktioniert“, sagt Thomas von Salzen von der zentralen Hochschulverwaltung. Nicht auf alle Fragen hat die RWTH eine Antwort, nicht für jedes Problem eine Lösung, aber zumindest für viele – und für die anderen Fälle kann man die Studierenden an die richtigen Ansprechpartner vermitteln.

Der „große Tag“ der kommenden Woche ist sicherlich der Freitag, an dem auch die Erstsemesterrallye stattfindet. Stand dieses Event vor Jahren noch in einem zweifelhaften Ruf, hat sich mittlerweile alles normalisiert. Statt volltrunkener Studierender auf dem Markt gibt es Geschicklichkeitsspiele auf dem Campus. „Wir haben während der Rallye, an der immerhin 5.000 Menschen teilnehmen, ein Sorgentelefon für Anwohner“, so von Salzen. In den vergangenen beiden Jahren sei kein einziger Beschwerdeanruf bei der Hochschule eingegangen, betont er. Um die Anwohner auf den „Ansturm“ der Studis vorzubereiten, seien auch in diesem Jahr wieder 2500 Anwohnerbriefe verteilt worden.

Davon werden die Studis selbst am Freitag freilich wenig mitbekommen, wenn sie feiernd durch die Straßen ziehen. Auch bei der Rallye sind die Fachschaften wieder stark eingebunden. „Die Veranstaltung läuft vor allem auf dem Campus Hörn und auf dem Campus Mitte, und das Herzstück wird die Fachschaftsmeile am Templergraben sein“, erklärt Lisa Morgenstern. An insgesamt 150 Stationen können die Studierenden Spiele spielen und Punkte sammeln für einen guten Zweck: Bei der Rallye wird Geld gesammelt für die Spendenaktion „Running for Kids“ von Peter Borsdorff.

Damit bei einer Veranstaltung mit mehreren Tausend Teilnehmern die Stadt nicht allzu schmutzig wird, werden entsprechend viele Müllsammelstellen eingerichtet, so die Studierenden. „Wir werden sehr gut vom Stadtbetrieb unterstützt“, sagt Lisa Morgenstern. Glasflaschen sind, weil die Verletzungsgefahr einfach zu groß ist, komplett verboten.

Ganz neu ist die Art und Weise, wie die Stadtverwaltung die neuen Aachener begrüßt: „Wir richten erstmals ein Konzert auf dem Katschhof für die Studierenden aus“, erklärt Peter Gronostaj vom Wissenschaftsbüro der Stadt. Die Band Just One More und der Singersongwriter Lars Fiero werden ab 15.30 Uhr auftreten, direkt im Anschluss an die Rallye – und nachdem Oberbürgermeister Marcel Philipp sie persönlich begrüßt hat.

„Uns ist wichtig, folgende Botschaft zu senden: Die Erstsemester sind in Aachen willkommen, sie gehören fest zur Stadt dazu“, betont Gronostaj.