Aachen: An den drei Realschulen kommt wieder Mittagessen auf den Tisch

Aachen : An den drei Realschulen kommt wieder Mittagessen auf den Tisch

Endlich kommt wieder Essen auf den Tisch: Für die Mittagsverpflegung an den drei Aachener Realschulen — Luise-Hensel-Realschule, Alkuin-Realschule und Hugo-Junkers-Realschule — hat die Stadt einen Caterer gefunden. Die Somnia Hospitality & Consulting GmbH wird dort künftig die Mahlzeiten liefern.

Und zumindest an Alkuin-Realschule und Hugo-Junkers-Realschule läuft der Mensabetrieb jetzt an. „Bei der Luise-Hensel-Realschule dauert es noch etwas“, teilt Heinrich Brötz, Leiter des städtischen Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule, auf Anfrage mit. „Aber auch da ist die Sache in der Pipeline.“

Für die drei Schulen endet damit — hoffentlich — eine lange Hängepartie. Immerhin sind die Realschulen bereits seit vielen Monaten ohne geordneten Mensabetrieb. Dabei war das Modell für ihre Versorgung vor ziemlich genau einem Jahr sogar als Pilotprojekt in Sachen Mensa-Verpflegung angekündigt worden, ein Verfahren, das eigentlich Schule machen soll.

Besonders für kleinere Schulen, die nicht die große Masse an Mittagessen abnehmen, war es in der Vergangenheit häufig schwierig, einen Lieferanten zu finden und dann auch bei der Stange zu halten. Deshalb sollte für die drei Realschulen gemeinsam erstmals ein Caterer per Dienstleistungskonzession verpflichtet werden.

Die Stadt als Schulträger wollte sich auf diese Weise stärker um den Mensabetrieb an den weiterführenden Schulen kümmern, Standards beim Leistungsangebot durchsetzen und auch die Schulen und die Elternvereine beim Thema Mensa entlasten.

Das Modell Dienstleistungskonzession sieht vor, dass der Caterer die Räume in den Schulen kostenfrei nutzt, dafür aber den gesamten Verpflegungsbetrieb inklusive Essensausgabe und Bezahlsystem organisiert.

Im ersten Anlauf hatte sich die Sache auch ganz vielversprechend angelassen. Aber der Caterer, der schließlich verpflichtet wurde, musste bereits wenige Wochen nach Schuljahresbeginn im Sommer die Versorgung wieder einstellen.

Spätestens seitdem sind die drei Schulen quasi ohne organisiertes Essen. Es gab die eine oder andere behelfsmäßige Lösung, zum Beispiel mit Brötchenverkauf in den Pausen. Aber ideal war das alles nicht, das weiß auch der Jugendamtschef: „Deshalb sind wir froh, dass wir einen Caterer gefunden haben.“

„Ein Unding“

Das neuerliche Ausschreibungsverfahren für die Dienstleistungskonzession habe seine Zeit gebraucht, sagt Brötz, und bevor der neue Caterer loslegen konnte, musste zum Beispiel Personal eingestellt werden. Brötz hofft, dass das Mittagangebot an den drei Schulen nach der langen Pause zunehmend mehr Abnehmer finden wird: „Das muss sich nun erst entwickeln.“ Somnia Hospitality betreibt auch die Kantine im Verwaltungsgebäude Lagerhausstraße. Und da habe er viel Gutes gehört, sagt Brötz.

An den drei Schulen dürfte man erleichtert sein, dass beim leidigen Thema Mensa nun endlich Entspannung in Sicht ist. Lothar Lippert, Schulpflegschaftsvorsitzender und Fördervereinsvorsitzender an der Alkuin-Realschule, zeigt sich sehr erfreut, dass wieder warme Mahlzeiten serviert werden. „Ein Unding, dass die Schule so lange ohne Mittagsverpflegung war“, sagt er. „Wir hoffen nun auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Caterer.“ Die weitere Entwicklung werde man aufmerksam verfolgen.

Aus Sicht der Verwaltung zeige die bisherige Erfahrung mit dem Thema Dienstleistungskonzession, dass es sinnvoll sei, „mehrere Einheiten zu bündeln“, sagt Heinrich Brötz. Selbst die drei Realschulen gemeinsam seien, was die Zahl der zu erwartenden Bestellungen angeht, an der unteren Grenze. In etwa sechs Monaten will die Verwaltung einen ersten Erfahrungsbericht vorlegen.

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