Aachen: Am Slogan „Alles drin“ soll sich kein Streit entzünden

Aachen : Am Slogan „Alles drin“ soll sich kein Streit entzünden

Eine gewisse Ähnlichkeit ist den Werbeslogans nicht abzusprechen. Mit dem Spruch „Einkaufen in Aachen. Alles drin!“ sollen in Kürze die Kundenströme in die Aachener Innenstadt gelockt werden. Mit dem Versprechen „Einmal hin. Alles drin“ buhlt die Supermarktkette „real“ bereits seit 2008 um Kundschaft.

Einen Urheberrechtsstreit müssen die Aachener aber allem Anschein nach nicht fürchten.

„Wenn wir den Aachenern eine gute Vorlage liefern konnten, dann gerne“, sagt Markus Jablonski, Unternehmenssprecher von „real“. Er glaubt nicht, dass man sich mit der zentralen Aussage „Alles drin“ ins Gehege kommen kann. Der Spruch habe zu einer hohen Markenbekanntheit geführt, wie regelmäßige Untersuchungen zeigen würden. Demnach würden 90 Prozent der Befragten die Aussage mit „real“ und einem „kompakten Einkaufserlebnis“ verbinden. Wenn sich Aachen ebenso kompakt sehe, „dann ist das doch schön“, meint Jablonski.

Till Schüler, der die neue Aachener Imagekampagne gemeinsam mit Monika Koch erarbeitet hat, betont derweil, dass der Spruch losgelöst von „real“ entstanden sei. Er passe einfach gut zum Standort und einer Stadt „der kurzen Wege“, ist er überzeugt. Die Kampagne „Alles drin“ ziele dabei nicht nur auf das Einkaufserlebnis ab, sondern beziehe auch die Kultur, die Gastronomie und die schöne Aachener Altstadt mit ein. „Ich sehe nicht die Gefahr. dass es Verwechslungen mit ‚real‘ oder rechtlichen Ärger geben kann“, erklärt Schüler, dessen Agentur dies auch im Vorfeld habe prüfen lassen.

Wie berichtet, lässt sich der „Initiativkreis Innenstadtmarketing Aachen“, in dem sich Akteure von Stadt, Wirtschaft und Einzelhandel zusammengetan haben, die neue PR-Offensive bis Ende 2017 rund 600.000 Euro kosten.

Der offizielle Startschuss für die Kampagne soll am 10. Oktober mit einem Aktionstag am Elisenbrunnen fallen. Aachen soll dann mit Anzeigen, Plakaten, Radiospots, Internetaktionen und mit vielen Gimmicks als „attraktiver Ort für Shoppen, für Gastronomie und Kultur“ beworben werden, wie es Oberbürgermeister Marcel Philipp ausdrückte.

(gei)
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