Aachen: Am Samstag: Wieder eine rechte Aktion vor der Moschee

Aachen: Am Samstag: Wieder eine rechte Aktion vor der Moschee

Erneut droht eine weltanschauliche Auseinandersetzung um die im Bau befindliche Yunus-Emre-Moschee an der Ecke Stolberger Straße/Elsassstraße. Die rechtspopulistische Partei Pro NRW will im Rahmen ihrer „Freiheit statt Islam”-Tour in 25 Städten ihre Islamkritik nach eigenen Worten „bis an die Schmerzgrenze” vortragen.

Am Samstag, 5. Mai, will die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppierung ihre Thesen ab 11 Uhr vor der Baustelle im Ostviertel verbreiten. Eine ähnliche Aktion hatten zuletzt Neonazis Ende September 2010 gestartet, begleitet von einem großen Polizeiaufgebot und Gegendemonstrationen.

Die sind auch diesmal wieder geplant. Binnen weniger Tage hat sich ein breites Bündnis formiert, das dazu auffordert, am Samstag gegen Rassismus zu beziehen. Unter dem Motto „Der Hetze von Pro NRW entgegentreten” rufen rund 60 Organisationen und Einzelpersonen, darunter Gewerkschaften, Parteien, Initiativen, religiöse Vereinigungen und Migrantenselbstorganisationen (darunter DGB, Flüchtlingsrat, Kirche gegen Rechts und SPD-Ortsvereine) dazu auf, die Baustelle zu besuchen und die Gelegenheit zur Information und zum Dialog zu suchen. Sprecher Dominik Clemens: „Wir werden den Agitatoren von Pro NRW zeigen, dass sie hier unerwünscht sind. Damit setzen wir im gemeinsamen Handeln ein deutliches Zeichen gegen jede Form von Rassismus.”

Murat Uysal, Vorstandsmitglied der Ditib-Gemeinde, dem Bauherrn der Moschee, will sich zu Pro NRW nicht äußern: „Die Ditib lädt ab 10 Uhr alle Bürger zum Dialog ein und veranstaltet einen Tag der offenen Yunus-Emre-Moschee”.

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