1. Lokales
  2. Aachen

Groko will Zuschüsse für Familien: Am Geld sollen die Ferienspiele nicht scheitern

Groko will Zuschüsse für Familien : Am Geld sollen die Ferienspiele nicht scheitern

Kein Kind soll auf die Ferienspiele verzichten, weil zu hause das Geld nicht reicht: Die große Koalition aus CDU und SPD setzt sich in einem Ratsantrag für kostengünstigere Ferienspiele für Kinder aus finanzschwachen Familien ein.

Bei Ferienspielen des städtischen Jugendamts sowie der freien Träger der Jugendhilfe sollen Eltern mit besonders beschränkten finanziellen Möglichkeiten weniger zahlen müssen. In Einzelfällen soll es nach Vorstellung der Groko sogar möglich sein, auf eine Beitragserhebung komplett zu verzichten. Dafür wollen CDU und SPD im Haushalt für 2021 50.000 Euro bereitstellen.

Der Antrag wird erst nach der Sommerpause politisch beraten. „Die Verwaltung hat uns aber signalisiert, dass mit vorhandenen Mitteln bereits jetzt Lösungen für die jetzigen Sommerferien gefunden werden“, stellt der jugendpolitische Sprecher der SPD, Patrick Deloie, zufrieden fest. Schließlich belaste die Corna-Krise die Familien jetzt besonders stark. Deloie geht davon aus, dass die Gelder ohne großen bürokratischen Aufwand vergeben werden können: „Wir sind von allen Akteuren der Ferienspiele in den vergangenen Jahren immer wieder darauf aufmerksam gemacht worden, dass die Beiträge für die Ferienspiele für Familien mit geringem Einkommen häufig gerade dann ein Problem sind, wenn es sich um Haushalte mit mehreren Kindern handelt.“

Peter Tillmanns, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, erinnert daran, dass die Ferienspiele auch vielen Eltern helfen, Betreuungsengpässe in den Ferien zu überbrücken. „Wir wollen, dass auch finanzschwache Familien in den Genuss dieser Vorteile kommen“, so Tillmanns.

(mg)