Brückenneubau bei Krauthausen: Alte Brücke über die Inde wird ersetzt

Brückenneubau bei Krauthausen : Alte Brücke über die Inde wird ersetzt

Zwischen der Trierer Straße und dem Aachener Ortsteil Krauthausen liegt das Tal der Inde. Über den Bach führt an der Kreisstraße 13 eine Brücke, die jetzt ersetzt werden muss. 600.000 Euro werden in den Neubau investiert. Die Straße muss deswegen mehrfach gesperrt werden.

Die Bilstermühler Straße (K 13) liegt zwischen der Trierer Straße und dem Ortsteil Krauthausen. Die Brücke, die die Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer trockenen Fußes über die Inde bringt, muss erneuert werden. Wie die Städteregionsverwaltung mitteilt, muss die Kreisstraße aus diesem Grund gesperrt werden, und zwar vom 9. Januar bis zum 22. Januar. Der Verkehr soll in dieser Zeit über Kornelimünster und die beiden Stolberger Ortsteile Dorff und Breinig umgeleitet werden: Über die Breiniger Straße, die Pfarrer-Gau-Straße und die Krauthausener Straße.

Die vorhandene Brücke ist in die Jahre gekommen: Sie stammt nach Angaben der Städteregion aus dem Jahr 1950, ist also rund 70 Jahre alt. Bei routinemäßigen Bauwerksprüfungen hatte man festgestellt, dass es massive Schäden an der Brücke gibt. Der Beton an der Unterseite der Brücke ist großflächig abgebröckelt. Dadurch sei unter anderem auch die Bewehrung, also die Stahlstangen innerhalb des Brückenbauwerks, in Mitleidenschaft gezogen worden: Sie haben angefangen zu rosten. „Eine Untersuchung hatte dann zu dem Ergebnis geführt, dass ein Ersatzneubau die wirtschaftlichste Sanierungsmaßnahme darstellt“, sagt Detlef Funken, Sprecher der Städteregion.

Erste vorbereitende Arbeiten wurden schon erledigt: Die Auftragsvergabe für den Neubau erfolgte im Oktober. Es wurden vorhandene Leitungen umgelegt und auch erste Bohrungen durchgeführt, um den Untergrund auf eventuelle Kampfmittel wie Weltkriegsbomben zu untersuchen.

Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen aber jetzt, Anfang des neuen Jahres. Konkret heißt das: Die alte Brücke wird zunächst teilweise abgerissen. Erhalten bleiben sollen vor allem die beiden Widerlager aus Naturstein, also die Übergänge zwischen Brücke und dem Erdreich links und rechts von der Inde. Danach beginnt der Neubau von zunächst einer Hälfte der neuen Brücke. Die Fertigteile werden so montiert, dass man die Brücke bereits wieder queren kann, wenn erst eine Hälfte steht.

„Der Neubau erfolgt halbseitig, sodass für die Dauer der Arbeiten der Verkehr weitestgehend aufrecht erhalten werden kann“, erklärt Funken. Dennoch sei auch nach dem Januar mit weiteren Vollsperrungen zu rechnen. Für das Einlegen von Brückenfertigteilen und auch für das Aufbringen der Fahrbahndecke würde die Kreisstraße voll gesperrt werden müssen. „Diese weiteren Vollsperrungen sind aber von kürzerer Dauer und werden rechtzeitig im Voraus angekündigt“, verspricht Funken. Spätestens zum Ende des Sommers 2019 soll die Brücke wieder komplett fertig sein – und Krauthausen seine Anbindung an die Trierer Straße zurückbekommen.

Insgesamt sollen Abriss und Neubau der Brücke über die Inde rund 600.000 Euro kosten, erklärt die Städteregionsverwaltung. Das Land Nordrhein-Westfalen trage davon 350.000 Euro.

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