Aachen: ALRV auf neuen Wegen zu einem raren Gut

Aachen: ALRV auf neuen Wegen zu einem raren Gut

Eine Hoffnung der Reitsportfreunde in Aachen, Deutschland und umliegende Kontinente musste Michael Mronz am Ende der rund 90-minütigen Präsentation dann doch zerstören: „Trotz der technischen Neuerungen beim Ticketverkauf wird es nicht mehr Eintrittskarten für den CHIO geben.”

Denn die seien inzwischen zu einem raren Gut geworden - vor allem in der Dressur, sagte der Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (ART) am Dienstag. Die Karten aber, die es für die Dressur- und Springwettbewerbe des anstehenden Turniers vom 29. Juni bis 8. Juni noch gibt, die können ab sofort mittels einer neuartigen dreidimensionalen Visualisierung im Internet ausgesucht und gebucht werden.

„2011 haben wir bei den Dressurwettbewerben eine Auslastung von 92 Prozent erreicht, beim Springen waren es 86 Prozent. Da ist also noch ein bisschen Potenzial nach oben”, erklärte Mronz. Und der Anteil an Ticketbuchungen übers Internet steige in den letzten Jahren kontinuierlich an.

Das neue „3D-Ticketing” trage dem Rechnung. Dazu habe die Berliner Firma „begehungen.de” das Hauptstadion und das Deutsche-Bank-Stadion komplett am Computer visualisiert, so Mronz. „Bevor ein Besucher ein Ticket kauft, kann er sich im Internet schlau machen: Wo sitze ich, wie ist der Blick, wie viel Abstand habe ich zum Vordermann”, erläuterte der Geschäftsführer von „begehungen.de”, Daniel Maaßen. Ähnliche Angebote gebe es zwar auch schon bei einigen Fußballklubs, so Maaßen, aber die basierten auf Fotos.

„Die Vorteile der kompletten Rechner-Visualisierung sind eine interaktive Steuerung des Blicks und eine totale Flexibilität.” Wenn sich also im Stadion oder Parcours etwas ändert, könne man das problemlos auch in der Visualisierung anpassen. Dieses „3D-Ticketing” sei nicht nur auf der Homepage www.chioaachen.de (unter Tickets) eingebunden, sondern auch auf dem Facebook-Profil des CHIO mit den üblichen Facebook-Optionen wie „teilen” oder „Freunde einladen”, erläuterte Maaßen.

Dennoch: Die Anzahl der Tickets bleibe gleich, so Mronz: „Wir wollen keine neuen Rekorde aufstellen, wir wollen immer besser werden”, begründete er die „Innovationsoffensive”. Mehr Service, mehr Nutzerfreundlichkeit, mehr Spaß seien hierfür die Stichworte.

Weg zur nächsten Toilette

Das gelte auch für die ebenfalls neue „CHIO-App” fürs „iPad”. Diese kostenlose Applikation wurde vom Aachener Unternehmen „Interactive Pioneers GmbH” entwickelt, dessen Geschäftsführer Carlo Blatz vor allem den „Entertainment-Gedanken” der Anwendung betonte. So könnten die Nutzer damit während einer Prüfung ihren „Sieger der Herzen” wählen oder aber den Weg zur nächsten Toilette finden.

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