Benefizaktion am Wochenende: „Alle sind Gewinner“ beim Solidaritätslauf für Langzeitarbeitslose

Benefizaktion am Wochenende : „Alle sind Gewinner“ beim Solidaritätslauf für Langzeitarbeitslose

„Alle sind Gewinner!“ Das sind die klaren Worte von Holger Brantin. Er ist Mitglied des Katholikenrats der Bistumsregion Aachen-Stadt. Sein Blick geht Richtung Solidaritätslauf für Langzeitarbeitslose am Sonntag, 16. September.

Im Rahmen des September Specials veranstalten die katholische und die evangelische Kirche gemeinsam mit dem Verein Pro Arbeit das Event zum zwölften Mal. Ziel ist es, durch erlaufene Spenden die kirchliche Arbeitslosenarbeit zu unterstützen. Seit dem ersten Lauf ist auch das Luisenhospital zentraler Förderer und Unterstützer.

„Langzeitarbeitslosigkeit ist wie ein Langstreckenlauf“, betont Pfarrer Erik Schumacher vom Evangelischen Kirchenkreis Aachen die passende Symbolik. Langzeitarbeitslosigkeit sei ein langwieriges und herausforderndes Problem. Daher sei kompetente Unterstützung und begleitende Hilfe so wichtig. Das Konzept des Laufes sieht vor, dass jeder Teilnehmer auf eigenständige Sponsorensuche geht — das können Privatpersonen, Firmen oder Vereine sein. Wenn Sponsoren akquiriert sind, kann teilgenommen werden.

Pro gelaufene Runde des Teilnehmers spendet der Sponsor dann einen individuellen Betrag oder legt sich auf einen einmaligen Betrag fest. Dabei gilt das Prinzip „fifty-fifty“: Die Hälfte der erlaufenen Spenden geht an die Kirchenprojekte, die andere an durch den jeweiligen Sponsor unterstützte gemeinnützige Projekte.

Die Unterstützer des Laufes hoffen neben direkter Spendenhilfe auch auf ein politisches Signal. Sowohl die kirchlichen Vertreter als auch die Mitglieder des Vereins Pro Arbeit machten deutlich, dass Langzeitarbeitslosigkeit oft nicht genügend Aufmerksamkeit erfahre. Zwar sinke die Gesamtzahl an Arbeitslosen, der Anteil an Langzeitarbeitslosen hingegen stagniere. „Das ist ein ernsthaftes Problem“, sagt Brantin.

„Glaube steht für Solidarität“

Er macht auch deutlich, wieso sich die Kirchen dieses Problems annehmen: „Der christliche Glaube steht für Solidarität.“ Und diese sei enorm wichtig, um Spenden für Arbeitslosenarbeit sammeln zu können. Solidaritätsbekundungen seien darüber hinaus aber auch für die Arbeitslosen selbst von Bedeutung, erläutern sowohl Brantin als auch Vertreter des diakonischen Vereins Wabe. Langzeitarbeitslosen Menschen würde nämlich schon allein dadurch geholfen, indem ihnen gezeigt werde, dass sie nicht allein sind.

„Jeder soll mitmachen können!“, hebt Therese Mauer, Leiterin der Senioreneinrichtung des Luisenhospitals, den Geist des Laufs hervor. Man müsse kein professioneller Läufer sein, um teilzunehmen. „Jeder kann so viel laufen, wie er will“, erklärt Mauer. Es komme ganz und gar nicht auf die Rundenzahl, sondern allein auf das Zeichen der Solidarität an.

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