Aachen: Alle fordern Tempo 50 für die Lütticher Straße

Aachen: Alle fordern Tempo 50 für die Lütticher Straße

Die Initiative Preuswald hat in den vergangenen Jahren viel erreicht. Jetzt ist sie mit ihrem Begehren, die Lebensqualität in dem Wohngebiet zu erhalten und mit und mit zu verbessern, quasi bei der Feinarbeit angelangt.

So saßen Vertreter der Initiative jetzt im Mobilitätsausschuss und drückten die Daumen für ihr Begehren, dass die für das unterversorgte Wohngebiet vernünftig und gut erscheinende Ansiedlung des Discounters Aldi an der Lütticher Straße direkt an der Einmündung des Unteren Backertsweges zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Bundesstraße führe.

Eigentlich, so war der Stimmung im Ausschuss zu entnehmen, wollen alle die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich von 70 Km/h auf 50 Km/h. Doch das Unterfangen ist keineswegs einfach, weil hier nicht die Stadt, sondern der Landesbetrieb Straßen NRW als Instandhalter der Bundes- und Landesstraßen zuständig ist, oftmals ein hoffnungsloser Fall, wenn es um Zugeständnisse an die Kommunen geht.

Wilfried Fischer von den Grünen begründete, warum insbesondere nach den erstellten Verkehrsgutachten das Abbiegen der Autos vom geplanten Aldi-Parkplatz am Unterem Backertsweg (er führt dann weiter zu Maria im Tann) in Richtung Aachen zum Problem werden könne.

In den Stoßzeiten sei dort schon ein hohes Verkehrsaufkommen. Und jene Linksabbieger müssen dann ohne Ampelanlage eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmern — die aus Richtung Waldschenke und die aus Richtung Kelmis kommen wie auch die Radfahrer auf ihrem gesonderten Fahrradstreifen — gleichzeitig im Auge behalten, es drohe hier ein neuer Unfallbrennpunkt.

Abhilfe, meinte der Grüne, könnte eine deutliche Aufpflasterung des Fahrradschutzstreifens an dieser Stelle geben. Nicht wie jetzt geplant sollten abgerundete Bordsteinkanten verwendet werden. Es sollten vielmehr die bis etwa zwölf Zentimeter hohen Randbegrenzungen genommen werden, die auf jeden Fall automatisch für „ein vorsichtiges“ Überfahren des Radweges sorgen würden. Den Vorschlag nahm die Vertreterin des Fachbereiches für Verkehrsanlagen, Regina Poth, mit auf den Weg: „Ich weiß noch nicht, ob dieser Stein dem anfallenden Lastwagenverkehr gewachsen sein wird, wir prüfen das.“

CDU-Sprecher Jörg Lindemann votierte ebenfalls für Tempo 50 auf der Lütticher Straße im Teilstück von der Waldschenke, an der bereits wegen der dortigen Verkehrssituation Tempo 50 angeordnet ist, bis runter zur Grenze. Schließlich gebe es gerade im unteren Bereich einige Wohnhäuser unmittelbar an der Bundesstraße, deren Bewohner den Schutz eines niedrigeren Tempos zugute kommen würde. Außerdem könne man damit den „Flickenteppich“ verwirrender Tempoangaben in diesem Straßenstück abschaffen.

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