Aachen: Alle Anwohner können sich beteiligen

Aachen: Alle Anwohner können sich beteiligen

Der Rehmplatz wird umgestaltet, erneuert, saniert, schöner gemacht. Für eine Million Euro. Doch nicht nur der historische Platz zwischen Jülicher Straße und Adalbertsteinweg bekommt eine Schönheitsoperation, auch der Oberplatz und der Wenzelplatz werden aufpoliert. Im Fokus der Stadt liegt das ganze Rehmviertel.

Geld dafür haben der Bund und das Land zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Förderprojektes „Soziale Stadt Aachen-Nord” stehen zwei Millionen Euro der Stadt zur freien Verfügung, um sanierungsbedürftige Stadtteile wieder attraktiv zu machen. Zehn Jahre lang, von 2010 bis 2019, darf gebaut werden.

Langwierige Vorbereitung

Unter diesen Bedingungen widmen sich in erster Linie nun alle Beteiligten dem Rehmviertel, stellvertretend dafür, dem Rehmplatz. „Aber hier tun wir das auf eine etwas unkonventionelle Art und Weise”, erklärt Annika Kubbilun vom Fachbereich Stadtentwicklung. „Wir werden keinen einfachen Entwurf anfertigen, darüber abstimmen und dann anfangen zu bauen. Stattdessen entwickeln wir ein Konzept, an dem sich alle Anwohner beteiligen können.”

Angesichts der langwierigen Vorbereitungen, so die Planerin, ist die Bürgerbeteiligung wichtig. Seit April sammelt die Stadt mit dem Stadtplanungsbüro „HJPplaner” Analysen zur Nutzung des Rehmplatzes. Daraus geht hervor, wann welche Menschen und zu welcher Zeit den Platz benutzen, „den Spielplatz”, korrigiert Projektleiter Fabian Kumkar.

Auf einem Spielplatz nämlich könne eher kontrolliert werden, wer Zugang zum Platz hat. Um aber wirklich ernstzunehmende Ergebnisse zu erhalten, arbeitet das Büro sogar mit GPS-Geräten, so genannten „Navis”.

Hierfür werden Anwohner auf freiwilliger Basis über vier Tage mit solch einem Gerät ausgestattet. „So bekommen wir die saubersten Ergebnisse über das Nutzungsverhalten”, sagt Kumkar. Das scheint wichtig zu sein, immerhin soll der Platz für jede Altersgruppe ansprechend umgestaltet werden. „Das bedeutet, dass es nicht nur einen großen Sandkasten rund um die Mariensäule geben wird”, so Kumkar weiter. Konkreter wird der Stadtplaner noch nicht. Immerhin steht man erst am Anfang der Planung.

Die größte Aktion steht noch bevor: Am Samstag, 16. Juli, veranstaltet die Stadt gemeinsam mit dem Stadtsportbund ein großes Fußballturnier auf dem Rehmplatz.

Alle Freizeitmannschaften können daran teilnehmen. Einzige Voraussetzung: Mindestalter von 8 Jahren pro Kopf. Aber nicht nur Fußballbegeisterte kommen auf ihre Kosten: Zwischen 13 und 18 Uhr bieten die Veranstalter eine Fotosafari, einen Malwettbewerb und auch Vorlesezelte an.

„Ziel des bunten Zusammenkommens ist es, auf dem Rehmplatz zu feiern und gleichzeitig mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen”, sagt Kubbilun. Ein jeder kann seine Anregungen äußern. 2013 sollen dann die Bagger anrücken.

Anmeldungen für das Turnier sind noch bis Montag, 11. Juli, über die E-Mailadresse „info@sportinaachen.de” möglich.