Aachen: Alemannias Saisoneröffnung: Fans verbreiten Optimismus

Aachen: Alemannias Saisoneröffnung: Fans verbreiten Optimismus

Rund um den Tivoli fiebern die schwarzgelben Anhänger derzeit dem Startschuss für die neue Saison entgegen. Zwar wird die Regionalliga West erst am kommenden Samstag mit Alemannias Auswärtspartie in Wattenscheid eingeläutet, die offizielle Saisoneröffnung war schon am Sonntag an der Krefelder Straße.

Mehrere hundert Besucher zog es bei herrlichem Sommerwetter zum Tivoli in den Sportpark Soers. Neben der ersten Fußballmannschaft präsentieren sich auch zahlreiche Abteilungen des TSV mit einem Stand auf dem Stadionvorplatz.

Nach der Begrüßung durch Stadionsprecher Robert Moonen und Präsident Heinz Maubach begann die Autogrammstunde. Um sich die Autogramme des gesamten Spielerkaders sowie der Trainer zu sichern, mussten die Fans einige Wartezeit einplanen.

Immer wieder holte Robert Mohnen Talkgäste auf die Bühne, unter anderem Alemannia-Geschäftsführer Alexander Mronz, Tim Hammer als Vertreter des Aufsichtsrates, das Trainerteam der ersten Mannschaft um Peter Schubert, Reiner Plaßhenrich und Ralf Westig. Zudem wurden die Neuzugänge den Alemannen vorgestellt.

Tim Hammer zeigte sich erfreut, „dass so viele Menschen da sind“. Aus möglichst wenig wolle man möglichst viel rausholen. „Wir wollen Erfolg und diesen müssen wir herstellen in einer Situation, die nicht auf Rosen gebettet ist.“

Mit der Mannschaft sei er „sehr zufrieden“, sagte Trainer Peter Schubert. Und nach dem konkreten Saisonziel gefragt, äußert Co-Trainer Rainer Plaßhenrich: „Ich sehe uns im oberen Tabellendrittel.“

Und wie sehen die Fans ihre Alemannia? „Ich bin sehr optimistisch“, sagte Alexander Prümm (36) aus Würselen. Die Testspiele seien okay gewesen und „machen viel Hoffnung. Er rechne zwar nicht mit dem Aufstieg, doch ein einstelliger Tabellenplatz sollte es schon sein.

Karoline Niessen aus Aachen ist seit 37 Jahren Alemannia-Fan, Sohn Patrick seit 27 Jahren und Ehemann Ralf sogar seit 45 Jahren. Die 53-Jährige ist überzeugt, dass die Alemannia eine bessere Saison spielt, als die Abgeschlossene. „Wir haben die Insolvenz hinter uns und man weiß, wie schwer es ist abzusteigen und aufzusteigen. Für die finanziellen Verhältnisse von Alemannia haben wir eine Bombentruppe zusammenbekommen. Ein Platz unter den ersten Fünf müsste drin sein.“

Schade findet Karoline Niessen, dass die Saisoneröffnung nicht so gut besucht ist, wie sonst. „Ein echter Fan hält in guten und schlechten Zeiten zur Alemannia.“

(dag)