Aachen: Alemannia: Tolle Stimmung und ein „sehr positives Zeichen“

Aachen : Alemannia: Tolle Stimmung und ein „sehr positives Zeichen“

„Die Stimmung am Freitagabend war sensationell.“ Auch am Sonntagmittag ist Alemannia-Geschäftsführer Alexander Mronz immer noch begeistert vom 3:1-Sieg der Schwarz-Gelben über den FC Hennef und der Atmosphäre unter den 8900 Zuschauern beim ersten Heimspiel der neuen Regionalligasaison.

Fast eine halbe Stunde lang feierten die Fans auf dem Südwall nach dem Schlusspfiff die erfolgreichen Alemannen. Doch auch eine Szene, die sich bereits vor dem Anpfiff auf der Nordtribüne des Tivoli abgespielt hat, hat dem Geschäfstführer sehr gefallen.

„Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt Alexander Mronz zu dem langen Banner, das Mitglieder der umstrittenen Karlsbande dort präsentierten. „Rechtsextremismus und Rassismus haben bei uns keinen Platz! Das Einzige was zählt, ist die Alemannia! Karlsbande Ultras“, war darauf zu lesen. Mronz hatte im Vorfeld ein solches öffentliches Bekenntnis der Fangruppierung gefordert, die nach einer Reihe von teils politisch motivierten Ausschreitungen — auch und gerade gegenüber eigenen Fans, wie den Aachen Ultras — seit mehr als einem Jahr mit einem Fahnenverbot am Tivoli belegt ist. Erst dann könne man über eine Aufhebung des Verbots reden.

Und genau das hat Mronz jetzt vor. „Wir lassen nun einmal das Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Essen am kommenden Samstag sowie die nächsten zwei oder drei Heimspiele ins Land ziehen und setzen uns dann wieder zusammen“, kündigt er an. Eine sofortige Aufhebung des Fahnenverbots werde es also zunächst einmal nicht geben. „Das entscheide ich ja auch nicht alleine. Das müssen wir mit allen zuständigen Gremien und Verantwortlichen diskutieren“, so Mronz, der gleichwohl zugibt: „Das war ein sehr positives Zeichen.“

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