Aachen: Alemannia: Philipp favorisiert die Investoren-Lösung

Aachen: Alemannia: Philipp favorisiert die Investoren-Lösung

Alemannia Aachen bereitet Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp nach wie vor Bauchschmerzen. Um den sportlichen Niedergang des ehemaligen Fußball-Bundesligisten zu stoppen und wieder finanzielle Gewinne erstens für den Klub und zweitens für den städtischen Tivoli-Eigner zu erzielen, sieht Philipp nur eine Möglichkeit.

Den Einstieg eines Investors. Das erklärt er im Gespräch mit den „Nachrichten“.

Wollen Kapital und Know-how am Tivoli investieren: Florian Meise (von links). Michael Kölmel und Wolfgang Holzhäuser. Foto: Wolfgang Birkenstock

Philipp ist der Auffassung, dass der Alemannia der Sprung aus der vierten Liga nur gelingen könne, wenn ihr ausreichend Kapital für eine wettbewerbsfähige Mannschaft samt Trainer zur Verfügung stehe. Denn um den Aufstieg in die dritte Liga, und damit in den Profifußball zu schaffen, zähle nicht nur die Meisterschaft in der Regionalliga. Anschließend müsse noch die hohe Hürde in einer Relegation mit einem Hin- und Rückspiel genommen werden. „Dadurch ist der Aufstieg sehr schwer und kompliziert“, sagt Philipp.

Die Chance, dass sich die Schwarz-Gelben mit den derzeitigen Rahmenbedingungen für die dritte Liga qualifizieren, hält Philipp für „verschwindend gering“. Deshalb favorisiert er ein Modell mit einem Großinvestor.

„Der derzeitige Zustand ist unbefriedigend“, sagt der OB. Jahr für Jahr pumpe die Stadt mehr als 1,5 Millionen Euro in die Unterhaltungskosten für den Tivoli. In Zeiten leerer Haushaltskassen sei dieses Zuschussgeschäft für die Stadt nicht von unbegrenzter Dauer.

Bekanntlich hat eine Investorengruppe um den Rechtevermarkter Michael Kölmel Interesse bekundet, für 49,9 Prozent der Alemannia-Anteile vier Millionen Euro zu zahlen.

(akai)
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