Aachen: Alemannia: Mit einem Sieg lässt es sich leichter plaudern

Aachen: Alemannia: Mit einem Sieg lässt es sich leichter plaudern

Der Knoten scheint geplatzt: Die Alemannia hat den ersten Sieg unter ihrem neuen Trainer René van Eck eingefahren. Mit einem 2:1-Erfolg sind die Schwarzgelben am Wochenende aus Chemnitz zurückgekehrt.

Am Dienstag, 2. Oktober, ist der Aachener Chefcoach erstmals zu Gast bei der von den „Aachener Nachrichten” initiierten Aktion „time 2 talk. Mit diesem Erfolgserlebnis lässt es sich dann doch besser plaudern. Begleitet wird der Fußballlehrer von Manager Uwe Scherr und den beiden Spielern Kai Schwertfeger und Christian Weber. Der angekündigte Tim Krumpen ist kurzfristig verhindert.

Über die Leistungen und den Gesamtauftritt der Alemannia wird auf unserem Internetportal http://www.aachener-meinung.de heftig diskutiert. Die Ausgangsfrage lautet: „Ist die Alemannia gut für Aachen?”

Jürgen Frantzen kommt berufsbedingt in fast alle Regionen Deutschlands und weiß: „Dort ist die Alemannia überall ein Begriff. Sie ist auf jeden Fall ein Werbeträger für die Stadt und ein Aushängeschild.” Sein Fazit: „Alemannia ist gut für Aachen.”

Das schreibt auch Guido Deuss: „Alemannia gehört für uns Öcher genau so zu unserer Kaiserstadt wie der Dom, das CHIO, die Karlspreisverleihung und unser AKV. Also ein klares Ja zur Alemannia .”

An das Zusammengehörigkeitsgefühl appelliert Sandra Göttgens: „Alemannia Aachen ist genauso wichtig wie CHIO, Kaiser Karl, Dom und Printen. Alle zwei Wochen strömen Tausende zum Tivoli. Alemannia Aachen ist zur Zeit in eine schwierigen Phase, aber zusammen schafft man alles.”

Das sieht auch Dirk Förmer so: „In den schweren Zeiten muss man zusammenhalten. Als auf dem Markt der Bundesliga-Aufstieg gefeiert wurde, waren wir alle Öcher und haben gerne den Schal geschwungen.” Die Stadt Aachen habe dafür gesorgt, „dass die Alemannia im Moment in ruhigen Fahrwasser schwimmen kann, aber der sportliche Erfolg ist unabdingbar. Und dafür sollten alle zusammenstehen - nicht erst dann, wenn wieder bessere Zeiten kommen.”

Anders argumentiert Elke Bohrer. Sie sieht in der Alemannia weder einen Wirtschaftsförderer noch einen Imageträger. „Im Moment kann man weder ihre Leistung loben, noch präsentieren sich einige Fangruppen positiv nach außen.”

Außerdem sieht sie keinen Sinn darin, das Stadion in irgendeiner Form zu subventionieren. Denn das Stadion sei nicht so gebaut, dass beispielsweise musikalische Großveranstaltungen während Fußball-Sommerpause dort stattfinden könnten.

Anke Ruler ist ähnlicher Meinung: „Alemannia mag ja zu Aachen gehören wie die Printen, aber letztere subventioniere ich auch nicht! Der Verein hat sich sowohl mit dem Stadionneubau als auch mit den sportlichen Fähigkeiten grob verschätzt und muss jetzt die Konsequenzen tragen wie jeder andere auch.”

Auf die Tatsache, dass die Alemannia in der dritten Liga mehr Zuschauer als zum Teil andere Vereine der zweiten Liga hat, verweist Katja Titz: „Das will schon was heißen! Ohne den Verein würde der Stadt etwas fehlen.”

Ob gut oder nicht gut für Aachen - heute Abend haben die Leser die Möglichkeit beim Alemannia-Talk Fragen an Trainer van Eck und Sportchef Scherr zu stellen. Um 19 Uhr geht es im Sportpark Kohlscheid, Kaiserstraße 96 los. Der Eintritt ist frei.

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