Aachen: Alemannia: Diese Chaoten schaden den friedlichen Fans

Aachen : Alemannia: Diese Chaoten schaden den friedlichen Fans

Wieder Krawalle durch Aachener Fans. Ultras aus Aachen warfen am Samstag beim Spiel in Dortmund Feuerwerkskörper (Rauchtöpfe, Bengalofackeln und sogenannte Polenböller), drückten ein Fluchttor auf und versuchten in den gegnerischen Block zu kommen, wo eine Fahne gezeigt und zerrissen worden war.

Polizei und Ordnungskräfte konnten nur mit vereinten Kräften eine direkte Konfrontation vermeiden und 15 Randalierer von der Tartanbahn wieder zurück in den Block drängen, so dass ein Platzsturm verhindert werden konnte. Vereinzelt mussten hierbei von den Ordnungskräften Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang wurden drei Personen aus der Aachener Anhängerschaft in Gewahrsam genommen, Strafverfahren wurden eingeleitet.

Das Spiel musste durch den Schiedsrichter kurzfristig unterbrochen werden, die Spieler blieben aber auf dem Spielfeld. Zudem wurden nach Mitteilung von Alemannia Aachen zwei Sicherheitskräfte durch Gegenstände aus dem Aachener Block getroffen, sie mussten im Krankenhaus versorgt werden. Die Aachener waren mit 1074 Zuschauern angerückt (insgesamt 3158)

Der Verein äußerte sich in klaren Worten zu den erneuten Ausschreitungen dieser ungeliebten Anhänger: „Wir verurteilen das Verhalten dieser Chaoten aufs Schärfste. Diese kleine Gruppe schadet den vielen friedlichen Fans der Alemannia und dem Verein. Gemeinsam mit dem BVB und den Sicherheitsbehörden werden wir die Vorfälle aufarbeiten und die Verantwortlichen für diese dummen Tätigkeiten zur Rechenschaft ziehen“, erklärt Alemannias Geschäftsführer Timo Skrzypski. „Trotz aller im Vorfeld getroffenen Maßnahmen und dem unermüdlichen Einsatz unserer Fanbetreuer wurde dieses Spiel von Chaoten genutzt, um dem Image des Vereins nachhaltig zu schaden. Das werden wir nicht tolerieren. Wir wünschen den verletzten Sicherheitskräften eine schnelle Genesung.“

Die Alemannia werde an ihrem Weg festhalten und weiter konsequent gegen ermittelte Straftäter vorgehen. Zudem treiben die Verantwortlichen im Hintergrund gemeinsam mit der Julius Hirsch-Preisträgerin Angelika Ribler und dem DFB ein Pilotprojekt gegen Gewalt und Radikalismus im Fußball voran.

(hau)
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