Aachen: Alarm beim Landesverband: Neue Chorleiter wachsen nicht nach

Aachen : Alarm beim Landesverband: Neue Chorleiter wachsen nicht nach

Chorleiter und Chorleiterinnen gehören offenbar zu einer zunehmend seltener werdenden Gattung, denn der Chorverband Nordrhein-Westfalen hat Nachwuchssorgen. Deshalb bietet er interessierten Männern und Frauen nun die Möglichkeit an, am „Qualifikationslehrgang Chorleitung“ teilzunehmen.

Das Lehrgangsangebot besitzt mit den beiden Dozenten Professor Fritz ter Wey aus Aachen und Willi Kastenholz aus Köln zwei Fachkräfte, die gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Chorverbandes der Städteregion, Wilfried Leisten aus Alsdorf, die musikalische Basis stärken wollen. So solle das neue Angebote die Teilnehmer in die Lage versetzen, in ihren Chören dem Chorleiter zu assistieren. „Quasi als Einwechselspieler“, sagt Fritz ter Wey. „Sie sollten natürlich selbst singen können und auch schon mal ein Klavier gesehen haben.“ Elementare instrumentale Vorkenntnisse seien immer von Vorteil.

Der Kurs beginnt am Samstag, 2. April, 10 Uhr, in der Musikschule Düren, Tivolistraße 1. Er gliedert sich in Lernphasen (ohne Chor) und deren praktische Umsetzung (mit Chor). Darüber hinaus sind Hospitationen bei externen Chören vorgesehen.

Für Professor ter Wey ist es wichtig, dass die Teilnehmer Gelegenheit zum Üben vor ihrem „heimischen“ Chor erhalten, um so die Lernschritte praxisnah zu vertiefen. Unerlässlich sei zudem, dass die Teilnehmer während der Kurse aktiv von ihren heimischen Chorleitern begleitet und betreut werden. Die Kurse beinhalten Sprache und Körpersprache des Dirigenten, Dirigierpraxis, Probenmethodik, Stimmbildung, Musiktheoretische Kompetenzen, Literatur.

„Dieses Angebot ist interessant für Chorsängerinnen und -sänger, die ihr Hobby Singen intensivieren wollen“, sagt Verbandschorleiter Manfred Lutter. Dabei gehe es nicht darum, gleich einen Chor zu leiten, aber sie seien dann in der Lage, viel mehr mit Noten anfangen zu können und dem Chorleiter zur Hand zu gehen. „Sie könnten dann gezielt Stimmproben, aber auch einzelne Proben vertretungsweise übernehmen. Niemand kann sich blamieren, selbst wenn man noch nicht so gut Noten lesen kann“, ermuntert Lutter.

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