Aachen: „Aladin und die Wunderlampe“: Publikum verhilft zum Glück

Aachen: „Aladin und die Wunderlampe“: Publikum verhilft zum Glück

Mit einem Lächeln auf dem Gesicht verließen Großeltern, Eltern und Kinder am Sonntag das Theater Brand. Besonders für die Kleinen war dieser Nachmittag ein Erlebnis, denn bei der diesjährigen Kinder- und Familienproduktion des Theaters im Aachener Süden mussten sie aktiv mitwirken. Bei „Aladin und die Wunderlampe“ konnten sie mitsingen, mitzaubern und den Helden beim Bestehen ihrer Abenteuer helfen.

Und an Abenteuern mangelt es nicht: Aladin, gespielt von Arian Moradi, soll Schneider werden, allerdings schlägt sein Herz für die Zauberei. Dieser Traum wird ihm bald zum Verhängnis und nur mit Hilfe der Geisterfee Elisa, verkörpert durch Julie Releniér, kann Aladin sich aus den Fängen des bösen Zauberers Mustapha (Philipp Keiling) befreien.

Durch Zufall gelangt er in den Besitz einer Wunderlampe, in der der Geist Baba (Tobias B. Tillmann) wohnt. Mit seiner magischen Unterstützung gelangt Aladin zu Ruhm und Reichtum. Bald muss er allerdings feststellen, dass nichts so wertvoll ist wie die Liebe. Bevor er jedoch die schöne Prinzessin Esra (ebenfalls Julie Releniér) heiraten darf, muss er drei Bedingungen ihres Vaters erfüllen.

Dies schafft er nur mit Babas Hilfe und der Unterstützung des Publikums. Doch bevor die beiden glücklich werden, wird die Prinzessin von Mustapha entführt, der nun im Besitz der Wunderlampe ist, sodass Baba ihm gehorchen muss. Aladin erhält erneute Hilfe von Elisa und zusammen mit dem Publikum schaffen sie es, Esra zu befreien und die Wunderlampe zurückzuerobern.

Die jungen Darsteller schafften es, das Publikum während der 75 Minuten Spielzeit in das Reich von 1001 Nacht zu entführen. Durch reichlich Witz und Situationskomik kamen nicht nur die kleinen Zuschauer auf ihre Kosten, sondern es gab auch viele Lacher für Eltern und Großeltern. Wie sehr die Kinder im Publikum mitfieberten, zeigte sich, als der König Aladin eine schwierige Aufgabe nach der anderen stellte. „Wann hörst du endlich auf mit den Bedingungen?“, rief eine empörte Zuschauerin dem König zu.

Locker und frech

„Was mich an dem Stück sofort begeistert hat, waren seine Lockerheit und Frechheit“, verriet Regisseur Maik Schulte. Dadurch würde es dem jungen Publikum einfach gemacht, sich in die Geschichte einzufinden. Auch für die jugendlichen Darsteller sei es so leichter, in die Rollen von Aladin und seinen Gefährten zu schlüpfen. An der Seite der Schauspieler stehen Tänzerinnen der Tanzwerkstatt Carla Brettschneider, die mit ihren anmutigen Choreographien nicht nur optisch bezaubern.

Schulte und Patrick Gier, Vorsitzender des Vereins Theaterfreunde Brand, waren erleichtert und glücklich, dass bei der ersten Premiere alles „so super geklappt“ hat. Es wird jedoch noch eine Woche dauern, bis sie sich ganz entspannen können: „Am 15. Dezember feiern wir noch eine Premiere mit unserer zweiten Besetzung“, so Gier. Anschießend sind alle Vereinsmitglieder herzlich in das Vereinsheim der St. Georg-Schützen eingeladen.

Eine besondere Vorstellung erwartet das Publikum am 22. Dezember. Alle Einnahmen dieses Abends gehen auf Wunsch der Darsteller komplett an Unicef-Mädchenprojekte in Afrika.