Aachen: AKV-Generalprobe: Vorbereitung mit Pappkameraden

Aachen : AKV-Generalprobe: Vorbereitung mit Pappkameraden

Der Hofstaat des Märchenprinzen tanzt sich in der Garderobe warm. Das Tanzpaar der Öcher Prinzengarde macht die letzten Dehnübungen zwischen umherlaufenden Assistenten. Und Hastenrath‘s Will soll sich lieber einmal links von seiner Kuh aufstellen, um die Totale für Kamera 3 nicht zu verdecken: Am Freitagabend läuft die Generalprobe für den „Orden wider den tierischen Ernst“ des AKV auf Hochtouren.

Seit einer knappen Woche ist man im Eurogress mit dem Aufbau und auch mit Proben für den großen Abend am heutigen Samstag beschäftigt. „Sowohl für die Kräfte auf der Bühne als auch für die Kamera-, Licht- und Tontechniker geht es in diesem Jahr vor allem darum, sich mit der neuen Bühne vertraut zu machen“, erklärt Kolja Linden, Sprecher des AKV, gegenüber den „Nachrichten“.

Sie wirkt zwar vielleicht nicht ganz so karnevalistisch wie bislang, biete aber viele Vorteile. So gibt es deutlich mehr Auf- und Abgänge. „Das ist gerade für große Gruppen eine Hilfe.“ Umstellen müssten sich die Akteure auch schon deshalb, weil der Boden in diesem Jahr schwarz sei: „Da muss man schon aufpassen, wo man hintritt“, sagt Linden lachend.

Und mit den Damen des AKV-Balletts kommt auch gleich die erste große Gruppe auf die Bühne, die sich galant durch die vielen Auf- und Abgänge schlängeln. Andere Aachener Kräfte, die ihre Nummern ebenfalls noch einmal durchgehen wollen, bis alles sitzt, stehen bereits parat. Darunter Prinz Mike mit seinem Hofstaat oder Dirk von Pezold, der heute Abend zum letzten Mal als Lennet Kann auf der AKV-Bühne zu sehen sein wird.

„Wir haben in diesem Jahr viele Aachener Kräfte dabei“, sagt Kolja Linden. Von 20 Nummern seien zwölf aus der Kaiserstadt. Ob alle davon bei der Fernsehübertragung am Montag zu sehen sein werden, ist allerdings eher unwahrscheinlich: Denn die gut dreieinhalb Stunden lange Show im Saal wird auf eine zweistündige Sendung komprimiert.

Apropos Fernsehen: Auch in diesem Jahr steckt eine Menge Technik hinter der AKV-Show: Mehr als 40 Kilometer Kabel werden verlegt, 33 davon für Beleuchtung und Übertragungstechnik sowie sieben für die Partys im Eurogress. Zehn Kameras und 340 Scheinwerfer und Lampen sind im Einsatz. Alles in allem: 16 Lkw-Ladungen voll mit Material.

Hochkonzentriert laufen die Kamerafrauen und -männer durch den Saal, um pünktlich dort zu sein, wo Moderatoren Jens Riewa und David Lulley Interviews führen, während im Hintergrund schon wieder die Bühne umgebaut wird. Auch am Ton ist in diesem Jahr noch einmal geschraubt worden, verspricht Kolja Linden, nachdem es im vergangenen Jahr Kritik an der Akustik im Saal gegeben hatte.

Wie schon in den Vorjahren sind auch die Prominenten Teil der Generalprobe, wenn auch als Pappkameraden. „Winfried Kretschmann wird erst am Nachmittag in Aachen erwartet, weil er noch auf dem Parteitag der Grünen in Hannover ist“, sagt Kolja Linden. In Hannover ist auch Cem Özdemir. Und für den könnte es knapp werden.

„Cem Özdemir kann erst nach Aachen kommen, wenn sein Nachfolger als Parteichef der Grünen gewählt worden ist.“ Damit dann beim Transfer von Niedersachsen nach Aachen alles reibungslos klappt, steht beim Parteitag ein Fahrer des AKV für den Grünen-Politiker bereit, der ihn dann zielsicher ins Eurogress bringen wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Vor der Verleihung: Fleißiges Proben im Eurogress