Aachen: Aktive und Trainer schwärmen vom einzigartigen CHIO-Flair

Aachen : Aktive und Trainer schwärmen vom einzigartigen CHIO-Flair

Vielseitigkeitstrainer Hans Melzer sagt es eigentlich stellvertretend für alle: „Wenn meine Reiter am Ende in das große Stadion einreiten und die La-Ola-Welle kommt, dann ist das die typische Aachen-Stimmung“. Und die trage einen wie auf einer Wolke davon und ins Ziel.

Melzer liebt das Aachen-Feeling auch deshalb, weil die Reiter in der Soers gefordert werden „wie in einem Championat“, berichtete er den Moderatoren Laura Weinberger und Tom Vogel am ZVA-Medienzentrum. Denn in Aachen „sind die sieben stärksten Mannschaften“ am Start, begründete er seine Vorfreude auf die Sichtung der Vielseitigkeit in der Soers auch oder gerade in Hinblick auf die Reit- WM im amerikanischen Tryon. Was er für ein Ritual habe, wollte Weinberger wissen: „Wenn‘s kritisch wird, greife ich manchmal zum Zigarillo“, gestand der Bundestrainer.

Vor dem Nationenpreis: Die Springreiter Mei Mei Zhu und Hans-Dieter Dreher stehen Interviewer Robert Esser (links) Rede und Antwort, die Spannung vor dem Abend steigt. Reiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann (Bild oben links) kann sich die Sache von der Tribüne aus anschauen. Foto: Harald Krömer

Was für Hans Melzer gilt, das spürt in gewisser Wese auch Springreiterin Janne Friedericke Meyer-Zimmermann. Sie traf am Donnerstag im Youngsters Cup mit dem achtjährigen Cellagon Flipper zwei Mal die Stangen und resümierte im Interview: „Cellagon Flipper ist hier wegen der Kulisse noch etwas aufgeregt, das war deutlich zu spüren“, erklärte sie den Fehlerritt.

Gerade deswegen teste sie die Nachwuchspferde gerne in der Soers, hier bekämen sie den Ritterschlag bei diesem einzigartigen Großturnier. Sie selber müsse am Freitag noch eine gute Leistung im NRW-Springen abliefern, um dann am Sonntag beim Großen Preis dabei sein zu können. Einmal ist sie — als Janne Friederike Meyer — auf der Siegerliste am Richterturm bereits verewigt: „Ja, das war mit meinem Mops“, dachte sie an ihren Sieg mit Lambrasco zurück.

Kurz vor der dem Nationenpreis am Donnerstagabend befragte Stadion-Interviewer Robert Esser im großen Rund des Springstadions professionell wie gewohnt die Reiter nach ihrem Befinden, der Tagesform ihrer Pferde oder nach ihrer generellen Freude an dem Spitzensport hier in der Soers. So ließ er sich von der chinsischen Springreiterin Mei Mei Zhu bezaubern, während Hansi Dreher bereits mit beiden beinen fest auf dem Boden dem Nationenpreis entgegenfieberte.