Aachen: Aktionskünstler starten Projekt in Aachener Parks

Aachen : Aktionskünstler starten Projekt in Aachener Parks

In der heutigen Zeit stellen viele Menschen immer wieder fest, welche Unterschiede es in der Gesellschaft gibt. Doch es gibt genauso viele Dinge, die alle miteinander verbinden. Auf diese Tatsache wollen die Aachener Aktionskünstler Sebastian Schmidt und Todde Kemmerich mit ihrem neuen Projekt hinweisen.

An drei Wochenenden machen sie mit ihrem Kunstwerkstattmobil in drei Aachener Parks halt, um Menschen durch Kunst zusammenzubringen. Unter dem Motto „Offene Gesellschaft auf Tour“ bieten die beiden zuerst im Kennedypark gemeinsam mit ihrem Team die Möglichkeit, durch Kunst und Kreativität Begegnungsräume zu schaffen.

Das große Kunstprojekt, das dabei im Vordergrund steht, ist eine etwa 2,70 Meter hohe Ringskulptur, die von allen Teilnehmern gemeinsam gestaltet werden soll. „Es geht um Verbundenheit“, erklärt Schmidt, „Inspirationen vieler verschiedener Menschen werden auf diesem Ring gestaltet“.

Dabei ist es ihm auch wichtig, zu betonen, dass zu den kreativen Begegnungsräumen wirklich jeder eingeladen ist. „Menschen jeden Alters und jeder Kultur sind bei uns willkommen, der Ring wird eine Ansammlung spontaner Mitteilungen“, so der Künstler. Besonders freut er sich über die Erlaubnis der Stadt, dass die Ringe nach Fertigstellung ein Jahr in den Parks stehen bleiben können.

Auch Todde Kemmerich sieht der Aktion mit Vorfreude entgegen. Beide Künstler arbeiten schon seit mehr als zehn Jahren zusammen und sind verbunden durch ihr Interesse an Beteiligungsprojekten, die Menschen zusammenbringen. Die Idee der gemeinsamen Gestaltung eines Ringes existiert dabei schon länger: Bereits 2009 haben sie das Projekt in Bergheim realisiert. Nun soll auch in Aachen eine Skulptur entstehen, die „sowohl Chaos und Harmonie als auch Öffnung und Verbundenheit repräsentiert“, erklärt Kemmerich.

Das Projekt versteht sich als Teil des Projektes „Offenes Aachen! Initiative für Demokratie, Menschenwürde, Vielfalt“ der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen. Ein großer Teil dieser Aktion ist die Aachener Erklärung für Demokratie. Die Künstler hoffen, mit ihrem Projekt noch mehr Menschen zum Unterschreiben zu bewegen und die Erklärung „zu einem praktischen Erleben im Kunstprozess zu machen“, erklärt Hans-Joachim Geupel, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Er erhofft sich zudem mehr Aufmerksamkeit und arbeitet auf etwa 10.000 Unterschriften hin. Dabei ist ihm wichtig: „Das Projekt ist städteregionsweit ausgerichtet“, somit könne jeder mitmachen.