Aachen: Aixtreme-Racing-Team präsentiert neuen Rennwagen

Aachen : Aixtreme-Racing-Team präsentiert neuen Rennwagen

Jedes Jahr finden im Rahmen der Formula Student viele Rennen in verschiedenen Städten auf der ganzen Welt statt. Kommendes Wochenende ist das Rennevent am Hockenheimring. Pünktlich dazu hat jetzt das Aixtreme-Racing-Team der Fachhochschule Aachen sein neues Auto für dieses Jahr präsentiert.

Dazu gab es einige Bedingungen, die das Team erfüllen musste. Zum einen musste der finanzielle Rahmen eingehalten werden. Außerdem durfte die FS 615, wie das Auto getauft wurde, kaum Komponenten des Vorjahreswagens enthalten und musste demnach völlig neu konzipiert werden. Dafür war das rund 30-köpfige Team unter der Leitung von Maximilian Philippi verantwortlich.

Viele Testfahrten

Er erklärt, dass in diesem Jahr besonders viel Wert auf Aerodynamik und Elektronik gelegt wurden. „Wir haben mit Simulationen sehr lange an der Aerodynamik gebastelt und die Elektronik zum großen Teil selbst programmiert“, sagt er. Nur 15 Prozent des gesamten Wagens sind Kaufteile, der Rest wurde selbst entwickelt und meistens auch gefertigt. Nur besonders aufwendige Teile mussten in Auftrag gegeben werden.

So ist ein Auto entstanden, das seinem Vorgänger in einigen Punkten überlegen ist. Auch darauf ist Philippi stolz: „Wir haben uns in jedem Bereich am Limit bewegt!“ Dazu wurden in diesem Jahr besonders viele Testfahrten gemacht. Das Auto ist schon ca. 500 Kilometer gefahren, um die neuen Komponenten zu testen.

Renommierteste Rennen Europas

Dadurch konnte bei Problemen sofort reagiert werden. „Das ist im Vergleich zu anderen Bewerbern sehr positiv, da wir mit wirklichen Messdaten arbeiten und die Fahrer schon Fahrpraxis sammeln können“, erklärt Philippi.

Diese anderen Bewerber werden sich am nächsten Wochenende in Hockenheim treffen. Es ist eins von sieben Rennen in Europa, jedoch das größte und renommierteste. „Da kommt wirklich die Weltspitze zusammen“, erzählt der Teamchef. Knapp 120 Teams werden an den Start gehen und zeigen, was sie drauf haben. Doch auch die Aachener sind ambitioniert: Der Fokus liegt auf den Top 20.

Dieses Ziel unterstützt auch der betreuende Professor Dr. Frank Janser. Er ist seit Beginn des Projekts 2007 dabei und beobachtet die Entwicklungen sehr zufrieden. „Die Jungs sind auf einem dermaßen hohen Niveau“, sagt er anerkennend und ist stolz auf deren Leistung. Auch bei Misserfolgen bauen sie immer ambitioniert weiter. Auch für die FH sei der Wettbewerb von großer Bedeutung. Auf den Events seien Personalscouts von vielen großen Firmen, „da werden wir als Hochschule, aber vor allem auch die Studenten sichtbar“. So hätten viele von ihnen schon Jobangebote bekommen, da das praktische Know-how schon vorhanden ist.

Das lobt auch der Vice Rector der FH Aachen, der „stark beeindruckt ist, wie die Ideen umgesetzt wurden“. Er ist besonders erfreut über die Interdisziplinarität im Team und die Strukturen, in denen gearbeitet wird.

Große Bedeutung

Teamarbeit sei schließlich auch im späteren Arbeitsleben von großer Bedeutung. So hat das Aixtreme-Racing-Team unabhängig vom Ergebnis in Hockenheim jetzt schon einiges dazu gelernt und viele Erfahrungen gesammelt, die später wichtig sein können.